Gesamten Lebenszyklus der Verpackung im Blick haben

26.03.2015 Die abpackende Industrie und die Verbraucher fordern gleichermaßen nachhaltige Verpackungslösungen. Das stellt die Verpackungshersteller vor vielfältige neue Herausforderungen. Edelmann sieht wesentliche Nachhaltigkeitspotenziale, die weit über die eigentliche Produktion hinausreichen und die es umzusetzen gilt. Edelmann fördert einen ganzheitlichen Lösungsansatz, der die Nachhaltigkeit einer Verpackung über den gesamten Lebenszyklus bewertet. In der 360°-Betrachtung, will Edelmann alle ökologischen und wirtschaftlichen Optimierungspotenziale qualifizieren, um sie dann final zu realisieren.

© Foto: Edelmann
Verpackungshersteller haben längst die zentralen, ökologischen Einsparkriterien erkannt. Dennoch verfolgen sie häufig noch einen Lösungsansatz, der nicht weitreichend genug ist. Denn ob eine Verpackung wirklich zur Nachhaltigkeit beitragen kann, das hängt nicht allein von Einzelfaktoren wie zum Beispiel dem verwendeten Material ab. Vielmehr ist die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus’ essentiell, um effiziente Lösungen zu entwickeln. Edelmann verfolgt dieses Konzept: „Neben der Produktlebensdauer ist die ressourcen-sparende Herstellung sowie die Entsorgung der Verpackungen von großer Bedeutung. Im Herstellungsprozess der Verpackung liegt ein wesentlicher Teil der Nachhaltigkeit vergraben“, betont Oliver Sattel, technischer Direktor bei Edelmann. Nicht die reine Lebensdauer ist entscheidend, sondern vielmehr das, was davor und danach passiert.

„Die Einzelbestandteile der Verpackung müssen sortenrein wieder dem Rohstoffkreislauf zugeführt werden können. Die zentrale Frage lautet, ob die Verpackung nach ihrem ‚End-of-Life’ verwertet, recycelt oder upcycelt wird. Mit der 360°-Betrachtung des gesamten Verpackungsprozesses und der Optimierung aller Prozessschritte tragen wir signifikant zur Entwicklung einer positiven Ökobilanz bei“, erläutert Sattel.

Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie bei Edelmann. Neben der Optimierung der eigenen Ökobilanz reicht das Engagement der Heidenheimer Gruppe von der Beratung für die Auswahl ökologischer Materialien, über die Optimierung von Druck- und Veredelungstechnologien unter ökologischen Aspekten bis hin zu materialreduzierten Verpackungskonstruktionen. Edelmann handelt nach der Maxime, dass man wirkungsvolle ökologische Konzepte nur in einer prozessübergreifenden Zusammenarbeit realisieren kann. „Eine verstärkte Zusammenarbeit aller Beteiligten entlang der Supply Chain ist essentiell. Aber es reicht nicht aus, nur theoretische Konzepte zu erarbeiten, sondern diese müssen im Ergebnis in eine echte Nachhaltigkeit einzahlen“, so Sattel.

Seit einigen Jahren bietet Edelmann seinen Kunden die klimaneutrale Verpackungsproduktion an. Um die Menge des zu kompensierenden CO2 zu ermitteln, setzt Edelmann einen eigens entwickelten CO2 Rechner ein. Jetzt wird knallhart offenbart, wo in der Herstellungskette CO2 ausgestoßen wird. Der Ansatz ist, schon an der Quelle den Ausstoß von CO2 zu vermeiden. So produzierte Verpackungen garantieren einen Herstellungsprozess, der ressourcenschonend und energiesparend ist. Sie werden mit dem Label „Verpackung CO2 kompensiert“ gekennzeichnet. „Die CO2-kompensierte Verpackungsproduktion gewährleistet eine umfassende Transparenz. Alle Beteiligten können jederzeit nachvollziehen, wie sich die Klimabilanz eines Auftrags zusammensetzt und, sie können die einzelnen Faktoren beeinflussen – von der Kartonauswahl, über die Veredelung bis hin zum Transport“, erläutert Sattel.

Daneben setzt Edelmann auf die Einsparung von Makulatur, die rund 90 Prozent des CO2-Ausstoßes im Druckprozess verursacht sowie die Verringerung und Vermeidung von Prozessemissionen. Auch der Einsatz modernster Computer to Print (CtP)-Systeme für die Druckformherstellung liefert einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit beim Heidenheimer Verpackungshersteller. Wirksame Laserdiodensysteme mit hochentwickelter Elektronik und intelligente Kühlsysteme garantieren zudem, den niedrigsten Stromverbrauch und die geringste Menge an Abwärme. In Sachen Wärmerückgewinnung im Druckprozess stellt Edelmann die maximale Energieeffizienz durch den Einsatz moderner Trocknerkonzepte sicher.

Mit seinem 360°-Ansatz will Edelmann nicht nur Vorreiter, sondern Vorbild in der Produktion von nachhaltigen Verpackungslösungen sein: „Wir sehen uns als Wegbereiter und hoffen, dass mehr Unternehmen der Branche in Zukunft dieses Nachhaltigkeitskonzept anbieten werden“, hält Sattel fest.


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BU: Mit einer 360°-Betrachtung, die den gesamten Lebenszyklus der Verpackung berücksichtigt, qualifiziert Edelmann alle ökologischen und wirtschaftlichen Optimierungspotenziale.

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