Euchner
Mit Chip auf Nummer sicher

30.03.2014 Passwörter bieten oft unzureichenden Schutz vor Fehlbedienungen. Bei Löwensenf bedient man sich daher der elektronischen Zugriffskontrolle EKS Light.

Kommt die Rede auf Löwensenf, folgt meist der Kommentar: „Das ist doch der ganz scharfe.“ Kein Wunder: Wie etwa Tempo bei Taschentüchern, ist Löwensenf Extra ein Synonym für scharfen Senf. Dabei hat das vor über 100 Jahren gegründete Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf weitaus mehr Senfsorten im Sortiment, die am Firmensitz produziert werden. Dort werfen im Bereich Abfüllung Kameras ihren scharfen Blick auf mit Senf gefüllte Tuben, bevor diese an eine Verpackungseinheit weitergeleitet werden. Das Kamerasystem kontrolliert im Rahmen des Qualitätsmanagements, ob z.B. „das auf die Tube gedruckte Datum und die Uhrzeit vohanden und lesbar sind oder der Falz in Ordnung ist“, sagt Rainer Lang, Technischer Leiter bei Löwensenf. Um Fehlbedienungen des QM-Systems und der Verpackungseinheit zu vermeiden, suchte Löwensenf eine sichere Zugriffsverwaltung, die zudem den strengen hygienischen Vorgaben der Lebensmittelbranche entsprechen musste. „Uns war vor allem wichtig, die Systemparameter zu schützen“, so Lang. Die Steuerungen würden zwar Passwortfunktionen bereitstellen, „doch Passwörter machen schnell die Runde“.

Interne Benutzererkennung
Recherchen und die Empfehlung eines Maschinenbauers brachten den Technischen Leiter auf das Electronic-Key-System EKS Light von Euchner. Dabei handelt es sich um ein Nur-Lese-System mit interner Benutzererkennung für kleinere und dezentrale Applikationen. Sie ermöglicht den kontrollierten Zugriff auf einzelne Maschinen, ganze Anlagen oder andere Einrichtungen. Der Benutzer identifiziert sich durch einen elektronischen Schlüssel mit RFID-Transponder an der Schlüsselaufnahme. Eine Steuerung ist bei EKS Light für diese Prüfung nicht erforderlich. War die Identifizierung erfolgreich, erhält der Benutzer die für ihn hinterlegten Berechtigungen. Bei Löwensenf kommt EKS Light in der modularen Ausführung zum Einsatz: Schlüsselaufnahme und Elektronik können räumlich voneinander getrennt montiert werden. Zudem ist die Schlüsselaufnahme für Anwendungen in hygienisch sensiblen Bereichen gestaltet und lässt sich daher einfach reinigen. „Dank der Standard-Montagebohrung von 22,5 mm Durchmesser ließ sich die Schlüsselaufnahme sehr leicht im Gehäuse der Bedienungseinheit montieren. Die wasserdichte, hygienische Ausführung mit Schutzart IP69K war für uns sehr wichtig“, sagt Rainer Lang. Die Elektronik wiederum sitzt Platz sparend im Gehäuse.

Vier Zugriffsstufen definiert
In der Elektronik wurden für das QMSystem vier Zugriffsstufen hinterlegt. Stufe 1 entspricht dem einfachen User, der ohne Chip die Grundfunktoinen der Maschine bedienen darf. Ab Stufe 2 – für Techniker, Einstellungen können geändert werden – ist eine Identifizierung erforderlich. Stufe 3 ist dem Qulitätsmanagement vorbehalten, während Stufe 4 Adminstratorrechte besitzt. Die in jeder Stufe zur Verfügung stehenden Maschinenfunktionen werden an einem Touch screen angezeigt. Rainer Lang findet praktisch, dass man „den gleichen Chip auch an der Maschinen verwenden kann“, wo drei Sicherheitsstufen gelten. Die Programmierung der Chips erfolgt an einem Windows-Rechner im Büro des Technischen Leiters. Darauf befindet sich die Software Electronic-Key-Manager EKM von Euchner. Der Chip wird zum Programmieren einfach in eine EKS-Schlüsselaufnahme gesteckt, die mittels USB-Anschluss mit dem Laptop verbunden ist. „Das Einarbeiten in die Programmierung nahm nur wenig Zeit in Anspruch“, sagt Rainer Lang zufrieden. Dank dieser positiven Erfahrungen ist für ihn klar: „Wir werden EKS Light in weiteren Bereichen des Unternehmens einführen.


BU: Die modulare Version des Zugriffssystems EKS Light von Euchner

Bild: Euchner

www.euchner.de
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