Kunststoffe im Einsatz
Profiliert für viele Einsatzfelder

Montag, 27. Februar 2017 Ob im Lebensmittelkontakt, in Medizintechnik und Pharmazie, für Personal Care Artikel, Spielzeug oder Haushaltsgüter, wenn Kunststoffe zum Einsatz kommen, gilt es zahlreiche gesetzliche Vorschriften, Verordnungen und Regularien zu beachten und Grenzwerte einzuhalten.

Actega entwickelt und produziert Lacke, Druckfarben, Dichtungsmassen und Klebstoffe für die Verpackungs- und Druckindustrie
© Foto: Actega
Actega entwickelt und produziert Lacke, Druckfarben, Dichtungsmassen und Klebstoffe für die Verpackungs- und Druckindustrie
So ist wohl kaum ein Regelwerk so umfassend wie die EG-Kunststoffrichtlinie. In zahlreichen Änderungsrichtlinien, Positivlisten für Additive und Monomere, festgeschriebenen Grenzwerten für einzelne Substanzen und Angaben zum Umfang der Konformitätserklärungen, wurde umfangreich dokumentiert, welche Anforderungen zu erfüllen sind. Für Dichtungswerkstoffe sind dies u.a., „... dass unter normalen, vorhersehbaren Verwendungsbedingungen keine Bestandteile aus dem Dichtungswerkstoff an das Lebensmittel in Mengen abgegeben werden, die geeignet sind, die menschliche Gesundheit zu gefährden...“. Es darf darüber hinaus nicht dazu kommen, „...dass eine unvertretbare Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel herbeigeführt wird...“ und auch die organoleptischen Eigenschaften – Geruch, Geschmack, Aussehen – dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Was so umfangreich für Dichtungswerkstoffe definiert wurde, gilt für alle Gegenstände aus Kunststoff, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Da aus Kunststoffen, die PVC-basiert sind und Phthalate oder andere Weichmacher enthalten, diese weich machenden Zusätze durch Fett oder Flüssigkeiten herausgelöst werden können, wurden schon früh im Sinne des Verbraucherschutzes Grenzwerte definiert.
Die EU hatte sich dieser Migrationsproblematik zunächst mit der Rahmenverordnung 1935/2004, dann mit der 4. Änderungsrichtlinie der Kunststoffrichtlinie 2007/19/EG und schließlich die sogenannten Super-Verordnung und die Plastics Implementation Measure – kurz PIM – angenommen. Diese mit strengen Verfügungen hinsichtlich einzuhaltender Migrationsgrenzen – Global- wie spezifische Migration – Rückverfolgbarkeit, Konformitätserklärungen und realistischen Migrationsprüfungen.

Wenn ein Gegenstand aus Kunststoff hergestellt wird, muss man sich den Gesetzgebungen, Vorschriften, Regularien und Grenzwerten bewusst sein

Egal, ob Lebensmittelaufbewahrungsbox, Schneidbrett, Teller, Rührschüssel, Messergriffe oder Trinkbecher – wenn ein Gegenstand aus Kunststoff hergestellt wird, der in irgend einer Weise mit einem Lebensmittel in Berührung kommt, dann muss man sich dieser Gesetzgebungen, Vorschriften, Regularien und Grenzwerte bewusst sein und diese einhalten. Und am besten auf einen Partner mit umfänglicher Kenntnis dieser Materie vertrauen. Wie etwa Actega DS, einem Spezialisten in der Herstellung von TPE-Kunststoffgranulaten die u.a. für Anwendungen im Lebensmittelkontakt zertifiziert sind. Mit einer innovativen Reihe von TPE-Werkstoffen wird dabei auf PVC-Freiheit, nachhaltige Produktion, Ressourcen- und Energieeffizienz und auf die Einhaltung aller von der EU oder der FDA vorgegebenen Vorschriften und Grenzwerte gesetzt.

Geprüfte Biokompatibilität und physiologische Unbedenklichkeit

Und das gilt auch für die hohen Anforderungen, die für medical grade Werkstoffe für den Einsatz in Medizintechnik, Pharmazie und Personal Care gelten. Zum einen meint dies: geprüfte Biokompatibilität und physiologische Unbedenklichkeit nach ISO 10993 und USP Class IV. Dabei wird nicht nur die Erfüllung der technischen Anforderungen geprüft, sondern auch die Verträglichkeit des Materials mit dem menschlichem Organismus. Diese biologische Prüfung ist gemäß Medizinprodukte-Richtlinie MDD 93/42 EWG immer dann notwendig, wenn ein unmittelbarer Kontakt von Werkstoff/Produkt mit dem Patienten besteht.

Darüber hinaus müssen die Rohstoffe FDA-konform und schwermetallfrei sein. Sie sollten weder Silikon, noch Latex noch Phthalate enthalten. Chemische und Medienbeständigkeit sind weitere Merkmale.  Und schließlich ist Sterilisationsfähigkeit für Werkstoffe im medizinischen Umfeld ein Muss.

Actega DS bietet mit einem breiten Portfolio an TPE-Werkstoffen die geeigneten Lösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie für die Einsatzfelder Medizintechnik, Pharmazie, Personal Care und Konsumgüterartikel.

Actega DS stellt auf der Interpack, Düsseldorf, 4.-10. Mai, am Stand 11A12, Halle 11 aus.


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