Mehr Effizienz im Ersatzteilversand
Knüppel Verpackung entwickelt Verpackungsset für Hochvoltbatterien

Dienstag, 07. Februar 2017 Geringeres Gewicht, kompaktere Maße, weitaus weniger Bauteile und rund 65 Prozent Zeitersparnis im Packprozess: Das für die BMW Group in Zusammenarbeit mit DS Smith entwickelte und BAM-zertifizierte dreiteilige Verpackungsset aus umweltfreundlicher Wellpappe ersetzt eine 22-teilige Mehrstoffverpackung aus vier unterschiedlichen Materialien.

Das Design der Verpackung überzeugte auch die Jury des Innovationspreises Gefahr/gut 2017, welche es in die engere Auswahl aufgenommen hat!
© Foto: Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG
Das Design der Verpackung überzeugte auch die Jury des Innovationspreises Gefahr/gut 2017, welche es in die engere Auswahl aufgenommen hat!
Das dreiteilige Verpackungsset bietet damit für den Transport und die Lagerung der Lithium-Ionen-Stromspeicher eine sowohl kosteneffiziente als auch prozesssichere Lösung. Die Gefahrgutverpackung vereinfacht den Versand von Ersatzteilen für Elektro- und Hybridfahrzeuge erheblich und ist für die Beförderung gefährlicher Güter zugelassen und zum weltweiten Einzel- und Sammeltransport unter Nutzung aller Transportwege, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, ausgelegt.

Alte Lösungen bestand aus 22 Teilen

Versandkarton, PE-Schaumstoffpolster, Holzaufnahmen, Metallschrauben und Unterlegscheiben: Insgesamt 22 Teile mussten früher aufgerichtet, verschraubt, zusammengesteckt und getaped werden, bis die Mitarbeiter der Ersatzteillager ein einziges Zellmodul versandfertig an Kundendienst oder Vertragswerkstätten verschicken konnten. Zudem beschränkte die bislang nicht stapelbare Verpackung die Anzahl der Kartons pro Industriepalette auf maximal zwei – in Summe ein zeitintensiver Prozess.

Neues Verpackungskonzept aus nur drei Teilen

Dass es auch anders geht, beweist das innovative, von der BMW Group bei Knüppel Verpackung beauftragte Verpackungskonzept: Das dreiteilige Set, bestehend aus einem Transportkarton sowie einem Innenpolster mit Ober- und Unterteil, reduziert den Materialaufwand erheblich. Bereits fertig konfektioniert angeliefert, ist die neue Versandverpackung aus Wellpappe sofort einsatzbereit. In weniger als einer Minute können die Mitarbeiter den Karton öffnen, die Hochvoltbatterie in das Innenpolster setzen, mit dem passgenauen Deckel sichern und die Außenverpackung zuletzt versandfertig verschließen. Der vereinfachte Handhabungsprozess spart Zeit und gewährleistet gleichzeitig eine hohe Prozesssicherheit, da die wenigen notwendigen Handgriffe das Risiko einer unsachgemäßen Anwendung erheblich minimieren.

Geringeres Verpackungsgewicht und kleinere Maße

Für mehr Wirtschaftlichkeit sorgen auch das geringere Verpackungsgewicht sowie die um 60 Prozent verkleinerten Außenmaße der neuen Gefahrgutverpackung. Bislang konnten gerade einmal zwei versandfertig verpackte Hochvoltbatterien pro Industriepalette gelagert und anschließend transportiert werden. Heute sind es bis zu zwölf. Dank integrierter Wellpappkufen lassen sich die Verpackungen dabei problemlos handhaben und in bis zu vier Lagen stapeln. Das kompakte Verpackungsvolumen spart Transportkosten und entlastet die Umwelt. Beim Kunden angekommen, erleichtert ein fest mit dem Innenpolster verbundenes Gurtband die mühelose Entnahme der Elektro- und Hybridfahrzeugbatterien aus der Außenverpackung. Das Ergebnis dieser Verpackungslösung ist eine hohe Wertschöpfung über die komplette Lieferkette, von der Anlieferung über die Handhabung bis zur Auslieferung.

Nominierung für den Innovationspreis Gefahr/gut 2017

Die Gefahrgutverpackung überzeugte auch die Jury des Innovationspreises Gefahr/gut 2017, welche die Verpackung in die engere Auswahl aufgenommen hat. Die Bekanntgabe des Preisträgers findet im Rahmen der 27. Münchner Gefahrgut-Tage am 22. Mai 2017 statt.
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