Bobst Meerbusch
Open House bei Klingele

11.05.2018 Für den 18. und 19. April 2018 hatte Bobst Hersteller von Verpackungen aus Wellpappe zur einer Open House bei den Klingele Papierwerken in Grunbach nahe Stuttgart/Deutschland eingeladen, bei der die einzigartige Leistungsfähigkeit der Masterline-HD 2.1 im Fokus stand.

Gut 70 Besucher von etwa 40 Wellpappenwerken aus zehn europäischen Ländern folgten der Einladung von Bobst zur Masterline-HD 2.1 Open House bei den Klingele Papierwerken in Grunbach.
© Foto: Bobst Meerbusch
Gut 70 Besucher von etwa 40 Wellpappenwerken aus zehn europäischen Ländern folgten der Einladung von Bobst zur Masterline-HD 2.1 Open House bei den Klingele Papierwerken in Grunbach.

Gut 70 Teilnehmer von etwa 40 Wellpappenwerken aus zehn europäischen Ländern folgten der Einladung, um sich in realer Produktion die hohe Druckqualität, Vielseitigkeit und Produktivität der innovativen Verarbeitungslinie präsentieren zu lassen.

 

Die 2010 vorgestellte Masterline-Plattform integriert automatische Beschicker, Masterflex-HD-Flexodruckwerke,  Mastercut-Flachbettstanzen, Nutzentrenner und Palettierer zu Komplettanlagen für die Herstellung fertiger Verpackungen in einem Arbeitsgang. Bei Klingele in Grunbach bildet eine Masterflex-HD mit sechs Druckwerken das Herzstück der Masterline, die hier rund um die Uhr produziert. Die Open House zielte vor allem auch darauf ab, die Schnelligkeit zu demonstrieren, mit der sich diese Verarbeitungslinie umrüsten lässt. So hatten Bobst und Klingele für die Live-Demonstration drei Jobs ausgewählt, wie sie in Grunbach typischerweise produziert werden. Dabei verarbeitete die Anlage jeweils B-Wellen mit weißen Toplinern als Deckenmaterial bei einer Geschwindigkeit von 6.500 Bogen/h.

 

Zunächst wurden Shelf-Ready-Verpackungen auf Bogen im Format 1.864 mm x 821 mm mit je vier Nutzen mit zwei Farben und Lack bedruckt. Während sie durch die Masterline liefen, begannen die Maschinenführer in den freien Druckwerken der Masterflex-HD mit der Vorbereitung des Folgeauftrags. Nur wenige Minuten, nachdem die Verpackungen gedruckt waren, lief die Produktion des Folgeauftrags an. Dabei wurden je vier Nutzen einer Shelf-Ready-Verpackung mit drei Farben plus Lack auf Bogen im Format 1.996 mm x 693 mm gedruckt. Beim Einrichten dieses Auftrags kam das Start&Go-System von Bobst zum Einsatz, das die Anlaufmakulatur auf weniger als 20 Bogen bei neuen Aufträgen und sogar auf unter 15 Bogen bei Wiederholaufträgen reduziert. Auch der Auftragswechsel für den dritten Job – eine Faltkiste für Bier, gedruckt in vier Nutzen mit fünf Farben plus Lack auf Bogen im Format 1.793 mm x 1.078 mm – beanspruchte nur wenige Minuten. Dabei war der automatische Rasterwalzenwechsel in zwei Druckwerken der Höhepunkt. In der Mastercut wurde bei diesem Auftragswechsel als Besonderheit eine Stanzrillplatte mit CNC-gefrästen Rillkanälen eingesetzt. Die Effizienz der Produktion mit der Masterline wurde für die Besucher greifbar.

 

„Ich war vom Masterline-Konzept von Anfang an voll überzeugt. Wir haben vier Jahre für die Entwicklung gebraucht und anschließend vier Jahre Praxiserfahrungen gesammelt. Das Ergebnis sind Spitzenwerte bei Qualität, Produktivität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit, die wir hier bei Klingele sehen“, erklärte Bobst-CEO Jean-Pascal Bobst. Weltweit sind inzwischen knapp 50 dieser Anlagen installiert. Drei von vier sind Inline-Konfigurationen, bei denen die Masterflex-HD-Druckwerke die bedruckten Bogen direkt in die Mastercut transportieren. Bobst arbeite daran, die Leistungsfähigkeit des Flexodrucks kontinuierlich weiter zu steigern. Jean-Pascal Bobst unterstrich diese Aussage anhand von Mustern, die mit der von seinem Unternehmen entwickelten THQ FlexoCloud-Technik für einen erweiterten Farbraum gedruckt wurden. Darüber hinaus brachte der CEO die Besucher auch auf den aktuellen Stand der Digitaltechnik des Bobst-Unternehmens Mouvent und kündigte für das zweite Halbjahr 2018 eine Digitaldruckmaschine für flexible Verpackungen, für das erste Halbjahr 2019 eine für Faltschachteln und für die zweite Hälfte 2019 eine für Wellpappen an.


IoT-Experte (Internet of Things) Manfred Bauer gab den Besuchern Informationen zu den Connected Services von Bobst. Unter diesem Begriff entsteht bei dem Unternehmen ein Portfolio innovativer internetbasierter Service-Dienstleistungen, die neue Formen der Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden in aller Welt ermöglichen – mit dem Ziel, auf Basis automatisch erfasster Maschinen- und Prozessdaten die Gesamtanlageneffizienz zu steigern und auch vorausschauend agieren zu können. Der Schlüssel dazu ist die Anbindung der Maschinen von Kunden an übergeordnete IT wie MES (Manufacturing Execution Systeme) oder ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) und die Verbindung mit den Connected Services von Bobst.

 

Einige Besucher waren mit konkreten Absichten zur Open House gekommen, in Masterline-Anlagen zu investieren. Andere nutzten gerne die Gelegenheit, die Produktionsprozesse eines Kollegenbetriebs kennenzulernen. Bei Klingele konnten sie da aus dem Vollen schöpfen.

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