Fanta im neuen Look
Sidel unterstüzt Coca-Cola bei PET Entwicklung

Dienstag, 05. Dezember 2017 Sidel hat bei der Entwicklung der „Spiral Bottle“ für The Coca-Cola Company (TCCC) mitgearbeitet und 40 Jahre PET-Erfahrung erfolgreich in die Erneuerung der Marke Fanta und die erfolgreiche Durchführung des herausfordernden Projekts eingebracht.

© Foto: Sidel Group
Fanta, nach Coca-Cola die zweitgrößte Marke von TCCC, eroberte ab 1940 die Verkaufsregale. Wie jedes andere Produkt hat sich auch Fanta im Laufe der Jahre weiterentwickelt und dabei mehrmals ein neues Flaschendesign erhalten. Dabei ist die so genannte „Splash Bottle“ von Fanta dank ihrer Beliebtheit zu einer Art Standardflasche für kohlensäurehaltige Getränke in den Verkaufsregalen der Schlüsselmärkte geworden. Demzufolge haben die Verbraucher diese Flaschenform im Laufe der Zeit immer weniger der Marke Fanta zugeordnet, die immerhin die zweitgrößte Marke außerhalb der USA und damit ein wichtiges Produkt im Sortiment von TCCC ist. Aus diesem Grund begann Coca-Cola mit dem Entwurf und der Entwicklung einer neuen, geschützten Form für die Glas- und die PET-Flasche, um einen neuen globalen Standard für die Marke Fanta zu schaffen.

Sidels Beitrag zur Erneuerung der Marke Fanta

„Nach vielen erfolgreichen Jahren auf dem internationalen Markt für Softdrinks hat sich die „Splash Bottle“ vom Symbol einer Marke zum Symbol einer ganzen Getränkekategorie gewandelt. Das ist im Lebenszyklus einer Marke keine Seltenheit, und sie muss sich zwangsläufig weiterentwickeln. Es war also Zeit, der Fanta-Flasche eine neue Form zu verleihen, damit sie sich am Point of Sale wieder abhebt“, erklärt Gregory Bentley, Coca-Cola Packaging-Ingenieur und verantwortlich für die globale Projektkoordination.

Im Rahmen des Projektes konfrontierte TCCC Partnerlieferanten mit den Herausforderungen dieses Designprojekts. Sidel spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Verpackung, insbesondere was die Qualifizierung der neuen Fanta-Flasche für die industrielle Produktion anbetraf. „Weil das Know-how und die Erfahrung des Anbieters von Anfang einbezogen wurden, haben wir eine realisierbare Flaschenform, -abfüllung und -leistung sichergestellt“, fährt Gregory Bentley weiter fort. „Es war toll, dass wir bei diesem Projekt auf Sidel, einen sehr kompetenten und reaktiven Partner, zählen konnten.“ Die neue Flaschenform erforderte eine präzise Kenntnis des Verhaltens von PET unter Druck. Besonders wichtig war hier die potenzielle Verformung der einzelnen Flaschenabschnitte durch die Karbonisierung, die dazu führen kann, dass Getränk verschüttet wird. Und wie ihre Vorgängerin musste die Flasche 100 % recyclingfähig sein.

Asymmetrie und Stabilität

Das neue PET-Flaschendesign von Drink Works bricht mit bisherigen Regeln für die Gestaltung von Flaschen für kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD). Die Flasche imitiert die Windungen einer Spirale, die an die Bewegung beim Auspressen einer Orange erinnert. Das Design basiert auf einer Reihe von „Rippen“, die mit kleinen Blasen dekoriert sind, und der untere Teil der Flasche ist asymmetrisch verdreht. Diese Drehung verleiht der Fanta-Flasche eine ungewöhnliche asymmetrische Struktur, die für die Entwicklung eines stabil stehenden Behälters, der sich nicht verformen darf, eine Herausforderung darstellte. „Es ist unerlässlich, dass die sich gegenüberliegenden Seiten der Flasche dieselbe entwickelte Länge haben, damit es keine Probleme mit der Rechtwinkligkeit gibt“, erklärt Jérome Neveu, Verpackungsexperte bei Sidel. „Wir optimierten das Griffprofil und die eingebuchtete Bodenkontur, damit die Geometrie erhalten bleibt, wenn die Flasche gefüllt ist.“
 © Foto: Sidel Group

Das Design wurde während des Projekts sowohl aus der Perspektive des Markenmarketings als auch aus der der Flaschenleistung weiter verbessert, um die beste Lösung zu erzielen. Für die „Spiral Bottle“ waren eine  Entwurfsprüfung und -verfeinerung mit über 60 technischen Zeichnungsdurchläufen und FEAs (Finite Element Analysis) sowie eine computergestützte Leistungsprüfung erforderlich. Bis zur Freigabe des endgültigen Flaschendesigns wurden in Zusammenarbeit mit Sidel 15 Pilot-Blasformen hergestellt und Machbarkeitsanalysen durchgeführt.

Das Design-Briefing von Coca-Cola verlangte auch eine Übereinstimmung der Größe und Position des Etikettenfelds mit der Sprite- und der Coca-Cola-Konturflasche. Drink Works hat dies ohne eine Beeinträchtigung des Designs erreicht, indem das vorhandene Etikettenfeld nach oben verschoben wurde. Diese technische Lösung bot den Abfüllpartnern von Coca Cola konkrete Vorteile bei der Produktion verschiedener Flaschentypen und beim Etikettenwechsel.

Ein durchgängig verwendetes Design

Die neue Flaschenform ist für alle Fanta-Flaschen vorgesehen und steht mittlerweile in den Formaten 500 ml, 1 l, 1,5 l und 2 l zur Verfügung. Was die 1,5- und die 2-l-Flasche anbetrifft, bietet das Design dem Benutzer eine bessere Griffsicherheit und vereinfacht das Eingießen. Auf der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Sidel aufbauend wurde eine alternative „Spiral Bottle“ für das 500-ml-Format entwickelt, um die Stabilität auf den geneigten, per Schwerkraft gefüllten Regalen sicherzustellen, die für den Vertrieb in der Kühlkette typisch sind. Hierfür waren spezifische Design-Regeln mit einer bestimmten Anzahl der dekorativen Blasen und ihrer Anordnung um die Rippen zu beachten. Eine weitere Überlegung während der Entwicklung der PET-Flasche war die mögliche Übertragung der neuen Form auf die Glasflasche. Dieses Ziel wurde ebenfalls erreicht. Mittlerweile wird die neue spiralförmige Fanta-Flasche aus PET in Italien, Polen, Malta, Serbien, Finnland, Rumänien und GB verkauft. Ihre Einführung in weiteren Ländern ist für die kommenden Monate geplant.











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