Schütz
Coatings sauber und sicher verpacken

Mittwoch, 22. April 2015 Vom 21. bis 23. April 2015 treffen sich im Messezentrum Nürnberg Hersteller von Farben, Lacken, Klebstoffen, Dichtmassen und bauchemischen Materialien, um sich über neueste Entwicklungen am Markt auszutauschen. Wichtiges Kriterium: Diese Produkte wollen nicht nur präzise hergestellt, sondern auch gut verpackt und sicher transportiert und verarbeitet werden. Innovative Verpackungen für Coatings präsentiert die Schütz GmbH & Co. KGaA am Stand 5-416 in Halle 5.

© Foto: Schütz
Das Fachpublikum der European Coatings Show kann dort in diesem Jahr die IBCs des international agierenden Unternehmens aus Selters im Detail begutachten. Diese bieten besonderen Schutz vor Kontamination und Permeation innerhalb der gesamten Supply Chain. Zusätzlich sorgen sie für Sicherheit, Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit.

Integrierter Impeller

Die Produkte der Beschichtungsbranche sind meist zähflüssig. Für eine gleichmäßige Konsistenz und zur optimalen Verarbeitung müssen derartige Füllgüter oft aufgerührt werden. Doch allein das Eintauchen des Rührwerks von stationären oder mobilen Mixsystemen birgt schon ein potentielles Kontaminationsrisiko. Denn jedes Öffnen der Verpackung und jeder Kontakt mit anderen Betriebsmitteln kann zu einer Verunreinigung des Füllguts führen. Dem beugt die neueste Entwicklung von Schütz vor: ein integrierter Impeller zum Aufrühren selbst kleinster Restmengen im Container.

Der neue Schütz Impeller ist ein Einweg-Rührwerk, das mit der Schraubkappe des IBCs fest verbunden ist. Das Impeller-System ist für alle 1 000 und 1 250 Liter Ecobulk-Typen erhältlich und passt sowohl für Einfüllöffnungen DN 150 als auch DN 225.  Das gesamte Bauteil besteht komplett aus HDPE – das Füllgut kommt also später nicht in Kontakt mit Stahl, was ein weiterer Pluspunkt in Sachen Produktreinheit ist.

Die Schraubkappe mit integriertem Impeller wird werkseitig in die Einfüllöffnung des IBCs eingesetzt. Zur Befüllung wird das System entweder kurz entnommen oder verbleibt – je nach Füllprozess und Containerkonfiguration – fest installiert. Der signifikante Vorteil: IBCs mit Impeller bilden ein geschlossenes Verpackungssystem. Nach dem Befüllen kann der IBC während der gesamten Supply Chain bis zur Verwendung des Produkts dauerhaft geschlossen und versiegelt bleiben – auch beim Rührprozess.

Zum Rühren wird einfach ein herkömmliches Antriebssystem eingesetzt und mittels passendem Adapter mit dem Impeller verbunden. Dazu wird der Antrieb über der Schraubkappe platziert und mit einem Gestell am Gitterkäfig fixiert. Die Antriebswelle greift formschlüssig in den Stopfen der Schraubkappe, der die Rotation mittels fest verbundenem Gestänge an den Impeller im Inneren des Containers weitergibt. Messebesucher haben die Chance dank eines durchsichtigen Elements in der Blase des Ausstellungsmodells einen Blick auf diese neue Komponente im Inneren des IBCs zu werfen.

Auch bei der Entleerung ist das System höchst praktikabel: die Belüftung kann über die Impeller-Öffnung in der Schraubkappe erfolgen. Dadurch ist das Öffnen eines weiteren Stopfens bei angeschlossenem Rührwerk nicht notwendig.

Durch den Einsatz des Impellers als Einweg-System wird die Gefahr der Kontamination durch Restanhaftungen anderer Stoffe am Rührwerk komplett ausgeschlossen. Eine aufwändige Reinigung und damit verbundene Kosten entfallen ebenfalls. Leere IBCs werden inklusive Impeller durch den Schütz Ticket Service abgeholt, Blase und Impeller im Rahmen der Rekonditionierung zu HDPE-Rezyklat verarbeitet. Das gewonnene Material kommt umweltschonend in Produkten von Schütz wieder zum Einsatz, zum Beispiel in Form von Kunststoffpaletten. Das Impeller-System beinhaltet somit gleich mehrere Vorteile: Es steht für einen einfachen, kosteneffizienten und sicheren Rührprozess.

Ecobulk HX: bis auf den letzten Tropfen

Eine große Herausforderung bei hochviskosen Füllgütern: Reste in Verpackungen zu vermeiden. Denn diese ungenutzten Mengen führen zu wirtschaftlichen Verlusten, da eine weitere Verarbeitung und Verwendung der im Behältnis verbleibenden Produktanteile nicht mehr stattfinden kann. Prozessunterstützend hat Schütz daher den neuen Ecobulk HX entwickelt und bietet diesen, wie alle IBCs am Stand, auch in der Cleancert Ausführung an. Das Modell vereint die Vorteile der Cleancert Linie wie volle Material-, Produkt- sowie Prozesssicherheit, technische Sauberkeit, Just-in-time-Fertigung und Silikonfreiheit mit den besonderen HX-Features: Dank schrägem Unterboden mit geschlossenem, formstabilem Stützkissen, optimierter Auslaufgeometrie und tiefliegender Armatur sorgt dieser Container auch bei zähflüssigen Medien für eine Restentleerbarkeit von unter 0,3 Litern.

Das Aufrühren des Füllguts vor der Verarbeitung unter Einsatz eines herkömmlichen Rührwerksystems ist nicht bei jedem handelsüblichen Container möglich. Zudem war bislang das Restvolumen, für das noch ein gutes Rührergebnis erreicht werden kann, recht hoch. Die Verwendung eines industriellen Rührwerks ist beim HX hingegen aufgrund seiner DN 225 Einfüllöffnung absolut problemlos: Die außergewöhnliche Form des Innenbehälters ermöglicht selbst bei kleinen Restmengen von rund 50 Litern ein optimales Rührergebnis. Natürlich kann auch im HX der integrierte Impeller eingesetzt werden, um die Qualität des Füllguts auch im Rührprozess zu schützen. Falls gewünscht ist er, entsprechend ausgestattet, auch für den Einsatz in Ex-Bereichen nutzbar.

HX vs. Edelstahl – ökonomische, ökologische und qualitative Vorteile

Der Ecobulk HX wurde speziell für Anwendungsbereiche gefertigt, in denen bislang fast ausschließlich Edelstahl-Systeme zum Einsatz kommen. Damit waren verbunden: ein erhöhter administrativer Aufwand bei der Rückholung, aufwändige Waschprozesse, oftmals sogar mit Chemikalien, inklusive Restrisiko für Verunreinigungen sowie hohe Instandsetzungskosten. Hier punktet der HX erneut: geringere Anschaffungskosten, keine weiteren Ausgaben für Reinigung oder Reparaturen, besserer Schutz des Füllprodukts durch Austausch der Innenblase, weniger Gewicht für einfacheres Handling, Rückführung im Pool Management mit dem Schütz Ticket Service und somit ressourcenschonende Rekonditionierung im umweltfreundlichen Kreislaufsystem. Bei der Wiederaufbereitung erhalten die IBCs neue Innenbehälter, Armaturen sowie Schraubkappen und werden zum Befüllen wieder an den Kunden zurückgeschickt.

Bezüglich der Optik ist der HX Ecobulk ebenfalls klar im Vorteil: Schließlich kommen bei Multi-Trips immer wieder neue Behälter zum Einsatz. Bei der Edelstahl-Variante hinterlassen im Laufe der Zeit Beschädigungen ihre deutlichen Spuren. Außerdem heizen sich wärmeempfindliche Produkte im HX nicht so schnell auf. Desweiteren erleichtert der transparente Innenbehälter aus Kunststoff ganz erheblich die Kontrolle des Füllstands.

Cleancert für lupenreine Qualität

Als Bindeglied zwischen der Produktion und der finalen Verarbeitung von Füllgütern nehmen Verpackungen eine zentrale Rolle ein. Sie werden für hochsensible Produkte wie moderne Coatings zu einem unverzichtbaren Qualitätsfaktor. Eine Autolackierung misst nur einen Zehntel Millimeter – das entspricht der Dicke eines menschlichen Haars. Jegliche, noch so kleinste Verunreinigung, zum Beispiel durch silikonhaltige Öle, Fette, Schmierstoffe oder Trennmittel, führt daher schnell zu sogenannten Kratern, die die Schutzwirkung des Lacks einschränken. Das Resultat: zahlreiche Folgeprozesse, verbunden mit erheblichen Mehrkosten.

Die am Schütz Stand präsentierten IBCs, darunter auch der Ecobulk MX mit eingebauter EVOH-Sperrschicht als Permeationsbarriere sowie der Ecobulk SX, sind Modelle der Linie Cleancert. Auch das ausgestellte F1-Spundfass aus PE als ein Produktbeispiel für das umfangreiche Fassportfolio des Unternehmens ist in dieser Ausführung anzusehen. Bei der Fertigung der Cleancert Produkte spielt Risikominimierung eine besonders entscheidende Rolle. Dieser Aspekt wird kontinuierlich kontrolliert und somit volle Material-, Produkt- sowie Prozesssicherheit von A bis Z gewährleistet. Alle Komponenten und Herstellungsschritte sind komplett frei von Silikon.

Prävention in der Produktion

Solche maximalen Sicherheitsanforderungen verlangen umfassende Präventivprogramme. Schütz hat daher zahlreiche Maßnahmen im Rahmen des HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) Konzepts in seine Entwicklungs- und Produktionsprozesse implementiert. Das erfordert entsprechende Personalschulung, stetige Forschung und Entwicklung. In der Summe tragen diese Maßnahmen erheblich zum Erhalt der Qualität des Füllguts bei.

Darüber hinaus fertigt Schütz auf Basis von kundenspezifischen Einzelaufträgen just-in-time: Die IBC-Innenbehälter werden unverzüglich nach dem Blasvorgang mit der Original-Kappe verschlossen, in die Endmontage transferiert und verbaut. Die Identifikation über ein Barcodesystem ermöglicht die lückenlose Rückverfolgbarkeit – bis auf die Batch- und Prozessebene! Optional vergibt das Unternehmen individuelle Identifikationsnummern für Artikel oder Packmittel. Fertige IBCs werden ohne Lagerung direkt indoor verladen und verschickt. Bereits vorproduzierte Komponenten wie Schraubkappen, Auslaufhähne oder Spundstopfen werden ebenfalls hygienisch verpackt und gesondert gelagert. Soll der Versand doch erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, lagern die Container in speziellen geschlossenen Räumen. Optional bieten Kunststoffhauben zusätzlichen Schutz – bis zum Einsatz für den Transport von beispielsweise Lacken, Farben und Pasten.


www.schuetz.net

BU: Besondere Präventionsmaßnahmen bei Cleancert: Bereits vorproduzierte Komponenten wie z. B. Schraubkappen sind bis zur Endmontage hygienisch verpackt. Die Mitarbeiter tragen Schutzkleidung entsprechend detaillierter Hygienevorschriften.

Foto: Schütz
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