Netstal
Spritzprägen in Etagentechnik

Freitag, 21. Oktober 2016 Auf der K 2016 wird Netstal das Spritzprägen in Etagentechnik vorstellen. Auf einer Elion 2800-2000 werden supermarkttaugliche Margarineverpackungen mit IML-Dekoration hergestellt. Netstal bietet einen schnellen und präzisen Spritzprägeprozess mit IML-Dekoration und hochdynamischer Automationslösung.

Der 15oz (425g) Margarinebecher mit IML-Dekoration wird im Spritzprägeverfahren in einem 4+4 Etagenwerkzeug hergestellt.
© Foto: Netstal
Der 15oz (425g) Margarinebecher mit IML-Dekoration wird im Spritzprägeverfahren in einem 4+4 Etagenwerkzeug hergestellt.
Netstal wird die ICM-Technologie anhand einer 15oz (425g) Margarineverpackung aus Polypropylen demonstrieren. Der Container wiegt lediglich 10.7 Gramm und wird mit einem 4+4 Etagenwerkzeug von Plastisud auf einer Elion 2800-2000 hergestellt. Die Zykluszeit beträgt 4,9 sec. Die durchdachte Automationslösung von Machines Pagès erledigt Entnahme und Einlage der In-Mold Label, welche von Coveris zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich an Bord: eine dynamische Seitenentnahme, intelligente Kameras zur Qualitätskontrolle und ein schneller Deltaroboter für die verpackungsgerechte Stapelung der fertigen Verpackungen. „Nach der erstmaligen Vorstellung auf der Fakuma 2015 war das Interesse von Kunden an der neuen Technologie sehr positiv. Nachdem erste Anlagen seit rund 2 Jahren prozesssicher produzieren, hat unser Verfahren seine Serientauglichkeit bereits erfolgreich unter Beweis gestellt“, so Markus Dal Pian, Vice President Sales & Marketing bei Netstal.

Laut Netstal wird die Elion 2800-2000 auf der K 2016 die einzige ICM-Maschine zur Herstellung von supermarkttauglichen Margarinebechern mit IML-Dekoration sein. „Dabei schöpft Netstal das Leistungsvermögen bei Weitem noch nicht aus. Mit dem Spritzprägeverfahren können wir schon heute noch viel geringere Wandstärken und schnellere Zykluszeiten realisieren. Umfangreiche Verbrauchertests haben jedoch gezeigt, dass Konsumenten zu dünne Verpackungen heute schwerlich akzeptieren und auf konventionelle Produkte ausweichen würden“, führt Dal Pian aus. Aus diesem Grund wurde für die Serienproduktion eines vergleichbaren Margarinebechers eine festere Wandstärke gewählt, die auf eine breite Akzeptanz des Konsumenten stößt. „Somit kann der Markt das volle wirtschaftliche Einsparpotential von extrem dünnwandigen Lebensmittelverpackungen noch gar nicht voll und ganz ausschöpfen“, ergänzt Dal Pian.

Netstal ist mit seiner führenden Spritzgießtechnologie bereit für zukünftige Entwicklungen mit noch dünneren Wandstärken, kürzeren Zykluszeiten und der damit einhergehenden weiteren Steigerung der Wirtschaftlichkeit für den Anwender. Maschine und Steuerung müssen sehr hohe Qualitätsanforderungen erfüllen, um ICM erfolgreich einsetzen zu können. Da Korrekturen der Füllung mittels Nachdruck nicht möglich sind, ergeben sich sehr hohe Anforderungen an die Dosiergenauigkeit. Für die perfekte Verteilung der Schmelze im Spritzprägeprozess ist eine sehr dynamische und hochpräzise arbeitende Schließeinheit notwendig. Voraussetzung für das Prägen des Materials ist die schnelle Einspritzleistung mit Geschwindigkeiten über 800mm/s. Das Zusammenspiel von Spritzaggregat und Schließeinheit ermöglicht eine optimale Reproduzierbarkeit. Der im geöffneten Zustand der Schließeinheit erfolgende Einspritzvorgang stellt besonders hohe Anforderungen an die Plattenparallelität und das Design des Kniehebels. Die Hochleistungs-Spritzgießmaschinen von Netstal bewegen sich auf dem geforderten technischen Niveau und sind besonders gut für den Einsatz des Spritzprägeverfahrens geeignet.

Halle 15, Stand B27/C24/C27/D24
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