Interpack 2017
Bosch unterstreicht Linienkompetenz für flüssige Pharmazeutika

Donnerstag, 09. März 2017 Auf der Interpack 2017 zeigt Bosch Packaging Technology Neuheiten aus dem umfangreichen Portfolio für flüssige Pharmazeutika. „Von der Entwicklung über die Herstellung bis hin zu Abfüllung, Inspektion, Verpackung und Service bieten wir Lösungen und Linienkonzepte, die sich insbesondere durch ihre hohe Flexibilität hinsichtlich Produkte und Packmittel auszeichnen“, so Christian Treitel, Leiter Geschäftsentwicklung Produktbereich Pharma bei Bosch Packaging Technology.

Von der Entwicklung über die Herstellung bis hin zu Abfüllung, Inspektion, Verpackung und Service bietet Bosch Lösungen und Linienkonzepte, die sich insbesondere durch ihre hohe Flexibilität hinsichtlich Produkten und Packmittel auszeichnen.
© Foto: Bosch
Von der Entwicklung über die Herstellung bis hin zu Abfüllung, Inspektion, Verpackung und Service bietet Bosch Lösungen und Linienkonzepte, die sich insbesondere durch ihre hohe Flexibilität hinsichtlich Produkten und Packmittel auszeichnen.

Vom Labor- zum Produktionsmaßstab

Bereits in der biotechnologischen Wirkstoffherstellung unterstützt die Bosch-Tochter Pharmatec Kunden mit dem passenden Equipment: Der auf der Interpack gezeigte Pilotfermenter kann sowohl im Labor als auch in der industriellen Herstellung von Pilotchargen für das Züchten von Zellen, etwa für die Bekämpfung von Krebs, eingesetzt werden. Mit unterschiedlichen Mischtechnologien können je nach Produktanforderung Chargen von acht bis 50 Liter verarbeitet werden. Mittels Scale-up lässt sich die Chargengröße sogar bis auf 200 Liter erhöhen.

ALF 5000 erstmals als Stand-alone-Variante für Vials

Für das Füllen und Verschließen flüssiger Pharmazeutika im Produktionsmaßstab zeigt Bosch erstmals die ALF 5000 in der Vial-Ausführung. Bislang konnten Kunden entweder ausschließlich Ampullen oder Vials und Ampullen auf einer Maschine befüllen. Jetzt ist die bewährte ALF-Plattform auch als Stand-alone Variante für die Vialabfüllung verfügbar. Die auf der Interpack ausgestellte Maschine verfügt über 100% In-Prozess-Kontrolle und einen tragenden Rechentransport. Dieser sorgt für ein noch schonenderes Handling der Behältnisse. Die ALF 5000 erzielt eine Ausbringung von bis zu 600 Behältnissen pro Minute und lässt sich mit verschiedenen Barrieresystemen kombinieren – eine Kompetenz, die Bosch auf der Interpack ebenfalls unter Beweis stellt.

Umfassende Barrierekompetenz

Neben bewährter Isolatortechnik und open Restricted Access Barrier Systemen (RABS) vervollständigen closed RABS und der neu entwickelte Rückluftfilter für hochpotente Produkte das Portfolio. Im Gegensatz zu den üblichen Safe-Change-Filtern, die sich im Technikgeschoss befinden, werden die neuen Rückluftfilter bei der Bosch-Lösung in die Maschine integriert. Das spart Zeit und vereinfacht die Reinigung, da die hochpotenten Substanzen bereits am Point-of-Use gefiltert werden. Zudem ist der Filterwechsel besonders leicht und sicher: Es entsteht kein unmittelbarer Kontakt zwischen Bediener und belastetem Filtermedium.

Um Containment, also den Schutz der Bediener, geht es auch bei der Downflow-Kabine: Üblicherweise werden in der Kabine Pulver manuell gewogen und dosiert. Indem Frischluft über die Decke zugeführt und Staub nach unten hin vom Bediener abgezogen wird, kann dieser bedenkenlos im geschlossenen Raum mit den Wirkstoffen arbeiten. Als kleines Highlight für die Messebesucher wird die Downflow-Kabine für die Interpack zum Besprechungsraum umfunktioniert.
Bosch zeigt auf der Interpack, wie Pharmahersteller die Maschinenbediener mit verschiedenen Barrieretechnologien vor hochpotenten Substanzen schützen können. © Foto: Bosch
Bosch zeigt auf der Interpack, wie Pharmahersteller die Maschinenbediener mit verschiedenen Barrieretechnologien vor hochpotenten Substanzen schützen können.

Komplettierung des CCI-Portfolios
Bei der Inspektion befüllter Behältnisse rückt die Dichtigkeitsprüfung (Container Closure Integrity Testing, CCIT) immer stärker in den Vordergrund. Mit der neuen KLV 1360 präsentiert Bosch auf der Interpack eine Neuentwicklung für die Vakuumprüfung standfester Behältnisse, die sich vor allem durch die Kombination höchster Inspektionsgenauigkeit mit maximaler Ausbringung auszeichnet. Neben vollautomatischer Lösungen für die Dichtigkeitsprüfung mittels Hochspannung und laserbasierter Headspace-Analyse, positioniert sich Bosch mit dieser Portfolioerweiterung als Gesamtanbieter für CCI-Technologien. Tischgeräte für die visuelle Inspektion, die laserbasierte Headspace-Analyse sowie die Vakuum-Dichtigkeitsprüfung geben zusätzlich Einblick in die große Bandbreite des Inspektionsportfolios.

End-of-Line Montage- und Verpackungstechnik
Die halbautomatische MSA der Bosch-Tochter Moeller & Devicon ermöglicht die Montage von mehrteiligen Einweg-Autoinjektoren oder Pens, die beispielsweise für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder in der Notfallmedizin angewendet werden. Mit ihrem kompakten, hygienischen Design eignet sich die MSA Plattform insbesondere für die kleinvolumige Montage von fünf bis 15 Stück pro Minute. Dank standardisierter Module lässt sie sich auch für größere Chargen für die vollautomatische Produktion aufrüsten und bietet Herstellern die Flexibilität, sich schnell an neue Marktanforderungen anzupassen.

Weitere Technologien wie etwa die Produkt- und Equipmentsterilisation der Bosch-Tochter Schoeller-Bleckmann Medizintechnik (SBM) ergänzen das Anlagenportfolio zur Verarbeitung flüssiger Pharmazeutika. „So erhalten Kunden vollständige Linienkonzepte, die ganz auf ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden“, betont Christian Treitel. Diese lassen sich weiter durch passende Sekundärverpackungslösungen sowie Plattformen und Industrie 4.0-Technologien für die Serialisierung und Aggregation ergänzen.

Maßgeschneiderte Services für jede Wartungsstrategie
Ein umfangreiches Dienstleistungsangebot zur Verbesserung der Anlageneffektivität und Produktivität rundet die Linienkompetenz von Bosch ab. Im Fokus stehen Lösungen für die präventive Wartung sowie Service-Leistungen, um ungewünschte Maschinenzustände möglichst schnell zu beheben. Bosch bietet ein weltweites Service-Netzwerk und ist mit kompetenten Field Service-Technikern regional vertreten. Durch digitale Dienstleistungen wie Remote Service, der nun visuell und mit Chat-Funktion unterstützt wird, oder das E-Portal, dessen mobile Version auf der Interpack 2017 vorgestellt wird, erhalten Kunden ortsunabhängig jederzeit gezielte Unterstützung. Neben neuen Assistenz-Lösungen präsentiert die Bosch Packaging Academy auch virtuelle Trainingskonzepte, mit denen Hersteller bedarfsgerecht Know-how für den Maschinenbetrieb und die Instandhaltung aufbauen können. Darüber hinaus zeigt Bosch, wie sich durch die optimierte Planung des Teilewechsels mithilfe von Preventive Maintenance Ersatzteil-Kits und maßgeschneiderten Wartungsvereinbarungen ungeplante Stillstände proaktiv minimieren lassen.


Bosch: Halle 6, Stand A30-C58



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