Gedruckte Elektronik auf der Lopec 2017
Zukunft aus dem Drucker

Montag, 19. Dezember 2016 Vom 28. bis 30. März 2017 öffnet die Lopec wieder ihre Tore auf dem Gelände der Messe München. Neben der internationalen Fachmesse für gedruckte Elektronik erwartet die Besucher ein umfangreiches Kongressprogramm mit rund 200 Vorträgen von Industrieexperten und Wissenschaftlern aus aller Welt. Zu den Sprechern zählen Vertreter von AU Optronics, Cambrios Advanced Material, Samsung und der EU-Kommission.

Dr. Werner Thomas, Project Manager „Innovations Light“ bei Audi im Vortrag zur OLED-Technologie in der Beleuchtung von Fahrzeugen.
© Foto: Messe München
Dr. Werner Thomas, Project Manager „Innovations Light“ bei Audi im Vortrag zur OLED-Technologie in der Beleuchtung von Fahrzeugen.
Ob leitfähige Nanotinten, flexible Displays oder 3D-Druck von Elektronikkomponenten: Der Lopec Kongress 2017 beleuchtet alle Facetten der gedruckten Elektronik und spannt dabei den Bogen vom Labor in die Anwendung. „Ein internationales Komitee aus führenden Industrievertretern und Wissenschaftlern hat ein Programm zusammengestellt, das sich nicht nur an Insider richtet, sondern auch an die Anwenderindustrien“, sagt Wolfgang Mildner, General Chair des Lopec Kongresses und CEO des Beratungs- und Technologieunternehmens MSW. Im Fokus des Kongresses, der sich in die drei Blöcke Business, Technik und Wissenschaft unterteilt, stehen dieses Jahr Anwendungen für gedruckte Elektronik in den Branchen Medizintechnik, Automobil und Unterhaltungselektronik.

Zu den Kongresshöhepunkten zählen die Plenarvorträge von Dr. Sang Yoon Lee, Senior Vice President bei Samsung Electronics aus Korea, und Jennifer Y. C. Lin, CTO von AU Optronics aus Taiwan, dem größten Hersteller von LCD-Flachbildschirmen. Während Lin auf die Vorteile der gedruckten Elektronik für die Display-Fertigung eingeht, gibt Lee einen Einblick in koreanische Aktivitäten und staatliche Förderprogramme. Über EU-Initiativen und Erfolge der europäischen Förderpolitik in der gedruckten Elektronik spricht Khalil Rouhana, bei der EU-Kommission verantwortlich für das Direktorat A/Digitale Industrie. Die Unternehmen Isorg (Frankreich) sowie Cambrios Advanced Material und Flex Tech Alliance aus den USA werden ebenfalls mit Plenarvorträgen vertreten sein.

Von der Grundlagenforschung bis zum fertigen Produkt

Wie entwickelt sich der Markt für gedruckte Elektronik? Was wünschen sich die Anwenderindustrien? Solche und ähnliche Fragen zu geschäftlichen Aspekten beantworten Vertreter von Branchengrößen aus Asien, Europa und den USA auf der Lopec Business Conference am 28. März. Am selben Tag finden die 90-minütigen Short Courses statt, die über Schlüsseltechnologien wie die gedruckte Photovoltaik oder Biosensorik informieren.

Unter dem Motto „Wissenschaft im Dialog“ versammelt die Scientific Conference am 29. und 30. März renommierte Forscher aus aller Welt. Sie werden die wissenschaftlichen Grundlagen neuer Fertigungsverfahren, Druck- und Verkapselungsmaterialien ebenso diskutieren wie smarte Textilien und gedruckte Bauelemente für Energiespeicher. Eine ideale Gelegenheit zum Austausch mit Forschern bietet zudem die Poster Session am 29. März. Das beste Poster eines Nachwuchswissenschaftlers wird am 30. März mit dem Lopec Student Poster Award ausgezeichnet. Die Technical Conference am 29. und 30. März wiederum konzentriert sich auf Produktinnovationen und Technologien, die bereits kommerzialisiert sind oder kurz davor stehen. Novasentis aus den USA wird hier zum Beispiel berichten, wie Haptik-Sensoren virtuelle Welten um den Tastsinn erweitern.

„Immer mehr Industriezweige nutzen die gedruckte Elektronik, um neue Produkte und Designoptionen zu realisieren“, betont Wolfgang Mildner. Der Lopec Kongress macht das Potenzial der gedruckten Elektronik deutlich und zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie aus Visionen reale Produkte werden.

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