KBA-Kurzfarbwerk-Technologie
Neue Maßstäbe im Getränkedosendruck

Freitag, 28. April 2017 Seit Jahrzehnten ist Koenig & Bauer (KBA) Vorreiter in der Kurzfarbwerk-Technologie ohne Farbzonen und voluminösen Walzenfarbwerke. Makulatursparende Kurzfarbwerke kamen schon in den Anilox-Hochdruck, Flexo- und Anilox-Offsetrotationen der 1980er und 1990er Jahre zum Einsatz. Im wasserlosen Offset werden sie heute u. a. bei der Bogenmaschine Genius 52 UV und der für ihre exzellente Druckqualität bekannten Zeitungsrotation Cortina eingesetzt.

CanSolutions: Bedrucken und Trocknen von 2-Teil-Dosen. Designstudie CS MetalCan mit CS PinOven (1)
© Foto: KBA-MetalPrint
CanSolutions: Bedrucken und Trocknen von 2-Teil-Dosen. Designstudie CS MetalCan mit CS PinOven (1)
Das über viele Jahre gewachsene Know-how kommt nun auch der Verpackungsbranche zugute. Auf der Fachmesse Metpack 2017 in Essen stellte die Stuttgarter KBA-MetalPrint GmbH unter dem neuen Label Can Solutions die gemeinsam mit der Schwestergesellschaft KBA-Digital & Web Solutions in Würzburg für die Massenproduktion von Getränkedosen konzipierte CS MetalCan vor. Mit ihren zehn Kurzfarbwerken für den indirekten Hochdruck (Letterset), automatisiertem Platten- und Gummituchwechsel und weiteren Innovationen setzt die CS MetalCan neue Maßstäbe im Getränkedosendruck.

Neues Anwendungsfeld Highspeed-Produktion

Die CS MetalCan ergänzt das Portfolio von KBA-MetalPrint für den Blechdruck. In Verbindung mit den Trockner-Systemen CS PinOven und CS BeltOven bietet KBA-MetalPrint neben der starken Stellung im Marktsegment 3-teilige Dosen nun auch für den Markt 2-teiliger Dosen eine komplette Lösung an.

Die Kurzfarbwerke der CS MetalCan wurden speziell an die Anforderungen und Umgebungsbedingungen des Getränkedosendrucks angepasst. Die eingesetzten Hochleistungsmotoren erlauben eine maximale Nenndrehzahl von bis zu 2.500 cpm.

Neue Standards für Rüst- und Einrichteprozesse

Analysen der Getränkedosenherstellung haben gezeigt, dass der Druckprozess den Flaschenhals in der verketteten Linienproduktion darstellt. Immer wieder kommt es durch lange Dekorwechselzeiten zum Stillstand der gesamten Linie. Mit dem automatischen Druckplatten- und Gummituchwechsel werden schnelle Auftragswechsel erreicht und Linienstopps vermieden. Jedes Druckwerk ist mit einem Plattenwechselautomat ausgestattet. Die Druckplatten können innerhalb von einer Minute synchron getauscht werden. Zusätzlich können die zwölf Drucktücher des zentralen Segmentrades gleichzeitig gewechselt werden. Der Bediener kann sich dadurch auf die wesentlichen Aufgaben des Rüst- und Ein-richteprozesses konzentrieren.

Vorteile für Anwender und Marken-Owner

Neben verkürzten Dekorwechselzeiten bietet der hohe Automatisierungsgrad der CS MetalCan mehr Sicherheit für den Bediener. Wo vorher Arbeiten innerhalb der Maschine manuell durchgeführt werden mussten, sind lediglich intuitive Tastenkommandos über das 24“-Touch-Display notwendig.

Die einzigartige Anzahl von zehn Farbwerken bietet Marken-Ownern mehr Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Produkte. Dem Trend zu immer farbiger und aufwendiger gestalteten Getränkedosen wird so Rechnung getragen.

Solides Wachstum des Getränkedosenmarktes
Der Getränkedosenmarkt beläuft sich auf ca. 320 Mrd. Einheiten p.a. (2015) und verfügt über ein solides CAGR von ca. 3 % p.a.. In reifen Märkten wie den USA werden jährlich 300 - 350 Getränkedosen pro Kopf konsumiert. Deutschland ist aufgrund des Dosenpfandes ein sehr kleiner Markt, verzeichnet mittlerweile aber ein starkes Wachstum.

Mit der neuen CS MetalCan verfügt KBA-MetalPrint über eine hervorragende Lösung für die höchst anspruchsvollen Gegebenheiten des Getränkedosendrucks. Die KBA-Gruppe setzt mit der Neuentwicklung ihre erfolgreiche Strategie fort, das Portfolio für den wachsenden Verpackungsmarkt ständig zu erweitern.

Die Vorteile von CS MetalCan auf einen Blick:
-    stark verkürzte Rüst- und Einrichteprozesse
-    mehr Sicherheit für den Bediener
-    erhöhter Linienoutput
-    gesteigerte Qualität und Farbigkeit der Dekore
-    stark verbesserte Auflagenstabilität des Farbtransfers
-    weniger Makulatur bei Dekorwechseln und Linienstopps

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