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Industrielle Bildverarbeitung im Wachstum

Freitag, 11. November 2016 „Die Bildverarbeitungsindustrie in Deutschland und Europa meldet seit Jahren Wachstum. Alleine in Deutschland hat sich der Umsatz innerhalb von 10 Jahren verdoppelt, ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Hierzulande wird die Branche in diesem Jahr einen neuen Rekordumsatz in Höhe von mindestens 2,2 Mrd. Euro erreichen. Die Bildverarbeitungsindustrie in Europa wird 2016 ein Umsatzplus von 8 % erzielen.“, sagt Dr. Olaf Munkelt, Vorsitzender des Vorstandes VDMA Industrielle Bildverarbeitung anlässlich der Eröffnung der Vision, Messe für industrielle Bildverarbeitung. Auch für das Jahr 2017 rechnet der VDMA laut aktuellen Umfragen mit einer weiteren dynamischen Entwicklung der Branche.

2015 wuchs die europäische Bildverarbeitungsbranche um 10 % ; 2016 bleibt die europäische Industrie mit 8 % auf Wachstumskurs.
© Foto: VDMA
2015 wuchs die europäische Bildverarbeitungsbranche um 10 % ; 2016 bleibt die europäische Industrie mit 8 % auf Wachstumskurs.
Bildverarbeitung „Made in Europe“ ist zur Schlüsseltechnologie für die Automatisierung weltweit geworden. Maschinen können dank Bildverarbeitung „sehen und verstehen“. Das führt nicht nur zu höchster Produktqualität, sondern auch zu einer höheren Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit im Kontext von Industrie 4.0 indem stabile und effiziente Prozesse sowie Flexibilität und Intelligenz in der Fertigung ermöglicht werden.

Darüber hinaus erobert sich die Bildverarbeitung stetig neue Absatzindustrien und Anwendungsfelder. „Kreative Einsatzmöglichkeiten gibt es jedes Jahr aufs Neue: Lebensmittelerkennung ohne Barcode im Supermarkt, Schienenüberwachung in der London Underground, Garnelensortierung auf dem Fischkutter – die Bildverarbeitung erweist sich als echter Alleskönner und hat längst unseren Alltag erobert!“, sagt Olaf Munkelt. 2015 betrug der Anteil des Umsatzes der europäischen Bildverarbeitungsindustrie in nicht-industriellen Branchen bereits 24 %; der Umsatz wuchs mit 14 % überdurchschnittlich. Wachstumstreiber waren insbesondere die Bereiche Intelligente Verkehrssysteme, Medizinische Diagnoseapparate und Operationstechnik sowie Sicherheit & Überwachung.

Aufgeschlüsselt nach Branchen bleibt die Automobilindustrie weltweit stärkster Kunde für die europäische Bildverarbeitungsindustrie mit 20 % am Gesamtumsatz. Der Umsatz von industrieller Bildverarbeitung stieg hier im Jahr 2015 um 9 %. Der Umsatz in der verarbeitenden Industrie ohne Automobil wuchs um 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Elektro-Elektronikindustrie – einschließlich Halbleiter – war mit einem Anteil von knapp 12 % der zweitgrößte Kunde, gefolgt von der Metallbranche sowie der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie mit einem Anteil von jeweils 7 %.

Für die europäische Bildverarbeitungsindustrie war Deutschland der wichtigste Absatzmarkt: 33 % des Umsatzes wurde in Deutschland erzielt, 12 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Nordamerika war mit 14 % der zweitwichtigste Exportmarkt (plus 11 %), gefolgt von China mit 8 % Anteil am Umsatz (plus 16 % im Vergleich zu 2014).

Wichtigste Komponente mit einem Anteil von 30 % am Gesamtumsatz der europäischen Bildverarbeitungsindustrie sind die Kameras. Der Umsatz wuchs 2015 um satte 9 %. Etwas weniger dynamisch entwickelte sich mit einem Wachstum von 6,5 % der Umsatz von Bildverarbeitungssystemen.
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