Eins für alle
Sick öffnet die Schnittstelle Hiperface DSL

Dienstag, 06. Juni 2017 Sick öffnet die Schnittstelle Hiperface DSL und macht dadurch die Technologie allen Anwendern zugänglich. Dem Markt sollen damit noch umfangreichere Lösungen zur Verfügung gestellt werden. Hersteller von Servoantriebstechnik profitieren von einem erweiterten Produktportfolio und bekommen die Möglichkeit, eine offene und etablierte Schnittstelle einzusetzen.

Sick möchten mit der Öffnung von Hiperface einen neuen, offenen Standart schaffen.
© Foto: Sick
Sick möchten mit der Öffnung von Hiperface einen neuen, offenen Standart schaffen.
Hiperface DSL als offene Schnittstelle verbindet zudem alle Vorteile einer digitalen Echtzeit-Schnittstelle: Einkabeltechnologie, kontinuierliches Condition Monitoring und damit wirtschaftliche Effizienzpotenziale. Sick geht damit den nächsten Schritt in seinem Innovationsprozess. Mit der Öffnung möchte die Firma die Entwicklung von Hiperface DSL vorantreiben und insbesondere im Umfeld von Industrie 4.0 optimale Lösungen für Motoren- und Reglerhersteller anbieten.

Durch die Öffnung reagiert Sick auf Kundenwünsche nach einem breiten Portfolio an Motor-Feedback-Systemen. Die zu unterstützenden Schnittstellen im Servoregler werden minimiert. Sick möchte so mit der Öffnung der bisher proprietären Schnittstelle einen offenen Standard auf dem Markt kreieren.

Hiperface DSL

Durch Hiperface DSL hat die Einkabeltechnologie 2011 erstmals Einzug in die Servoantriebstechnik gehalten. Aufgrund der Vorteile hat sich Hiperface DSL rasch zu dem Standard in der Einkabeltechnik entwickelt und ist heute das Standardprotokoll bei digitalen Feedback-Systemen in der Servoantriebstechnik. Es bietet allen beteiligten Marktpartnern – Motoren- und Reglerherstellern, Maschinenbauern und Endkunden – technische Vorteile. Zudem erfüllt die digitale Schnittstelle alle Voraussetzungen für die zustandsorientierte Instandhaltung von Maschinen.

Hiperface DSL entspricht dem Standard RS485 und ermöglicht in Servoantriebssystemen eine robuste, störsichere Datenübertragung zwischen Regler und Motor über zwei Adern, die direkt in das bis zu 100 Meter lange Motorkabel integriert sind. Äußerlich sind elektrische Antriebe mit Motor-Feedback-Systemen und integrierter Hiperface DSL-Schnittstelle nur noch am einzelnen Motorstecker zu erkennen.

Datenübertragung im Motorkabel

Als Kabel kommen zunehmend Hybridleitungen zum Einsatz, bei denen die Servo- und die Drehgeberleitung miteinander verschmelzen. Zusätzlich werden auch die Signale anderer Sensoren übertragen, die in das digitale Motor-Feedback-Protokoll integriert werden. Spezielle Verfahren und die Verwendung von Pulstransformatoren sorgen dafür, dass das Gebersignal von den Störungen auf dem Motorleistungskabel entkoppelt wird.

Hiperface DSL unterstützt die Funktionalität des elektronischen Typenschilds zur automatischen Reglerparametrierung. Motorkenndaten, Serien- und Artikelnummern sowie weitere Daten werden hier hinterlegt und zur selbstständigen Einstellung des Reglers auf die Parameter des Motors sowie im Servicefall genutzt.
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