Weiteres Umsatzplus in 2016
Optima Verpackungsmaschinen international stark gefragt

Dienstag, 28. März 2017 Die Optima packaging group GmbH (Schwäbisch Hall) hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Umsatz von über 340 Mio. Euro abgeschlossen. Damit wurde das überdurchschnittlich hohe Umsatzniveau des Vorjahres von 330 Mio. Euro übertroffen. Über 80 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt.

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Optima beschäftigt weltweit 2.150 Mitarbeiter, in Deutschland 1.800 – das sind 100 Mitarbeiter mehr als noch vor einem Jahr. Für den Stammsitz in Schwäbisch Hall plant das Unternehmen aktuell mit einem Investitionsvolumen von 50 Mio. Euro.

Auf dem europäischen Markt hat Optima 2016 ein Plus von fünf Prozent erwirtschaftet. Leichte Rückgänge gab es dagegen in Nordamerika. Hans Bühler (geschäftsführender Gesellschafter Optima) merkt dazu an: „Großprojekte beeinflussen die länderspezifische Umsatzentwicklung von Optima von Jahr zu Jahr. Diese Zahlen sind daher als Momentaufnahme zu verstehen.“ Die Entwicklung des Optima-Umsatzes verlief 2016 etwa auf dem Niveau der gesamtdeutschen Branche: Schätzungen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) gehen bei der Produktion von Ver-packungsmaschinen in Deutschland von einem Plus von drei Prozent auf 6,47 Mrd. Euro aus (Quelle: VDMA und Statistisches Bundesamt).

Das deutliche Umsatzplus über die vergangenen Jahre – in fünf Jahren einen Zuwachs von 120 Mio. Euro – und die insgesamt guten Aussichten veranlassen Optima, zu investieren. In den kommenden fünf Jahren werden Gebäude neu errichtet und vorhandene Flächen in Schwäbisch Hall erweitert. „Davon profitieren mehrere Bereiche“, berichtet Hans Bühler: „Für die Zentralverwaltung der Unternehmensgruppe, die Logistik, die Teilefertigung sowie den Geschäftsbereich Optima Pharma sind Baumaßnahmen vorgesehen. Wir realisieren damit wesentlich effizientere Abläufe für das gesamte Unternehmen, beispielsweise durch verkürzte innerlogistische Wege, und erhalten Freiräume für weiteres Wachstum.“ Die Genehmigungsverfahren für die Bauvorhaben laufen.

Von den weltweit 2.150 Mitarbeitern des Unternehmens sind aktuell 1.550 in Schwäbisch Hall tätig. Im Ausland hat Optima an 13 Standorten 350 Mitarbeiter. Neue Arbeitsplätze wurden insbesondere im Inland geschaffen, allein in Schwäbisch Hall waren es etwa 50. Weltweit sind mehr als 155 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt, auch hier wiederum der größte Teil in Schwäbisch Hall.

Für Arbeitszufriedenheit und mehr

„In den vergangenen Jahren haben wir Vieles unternommen, um die Familienfreundlichkeit, aber auch die Gesundheits-vorsorge im Unternehmen zu fördern“, sagt Hans Bühler. Die Beschäftigten bei Optima profitieren beispielsweise von flexiblen Arbeitszeitmodellen, einer systematischen Personal-entwicklung, von Kontakthaltemaßnahmen während der Elternzeit und für Beschäftigte im Ruhestand, von Gesundheitstagen und Sportevents. Weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements, sind in Vorbereitung.
Gesundheitstage bei Optima – mit der AOK als Partner wurden für die Mitarbeiter viele Aktionen und Beratungen angeboten. © Foto: Optima packaging group GmbH
Gesundheitstage bei Optima – mit der AOK als Partner wurden für die Mitarbeiter viele Aktionen und Beratungen angeboten.

Im August 2016 wurde Optima für die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik mit dem Zertifikat „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Das Nachrichtenmagazin Focus zählt Optima seit diesem Jahr zu den „Top Arbeitgebern national“. Unter den Maschinenbau-Unternehmen erreichte Optima den 20. Rang. Der Vergleich basiert auf Daten von mehr als 100.000 Beschäftigten.

2016 – ein Jahr spannender Ereignisse

Seit Juli 2016 gehört das Unternehmen R+E Automation Technology (Fellbach) zur Optima Unternehmensgruppe. R+E Automation Technology stellt Zuführlösungen und Sondermaschinen her. Damit hat Optima einen vierten Standort in Deutschland. Optima Pharma in Mornshausen (bei Marburg) ist auf die Herstellung pharmazeutischer Gefriertrocknungsanlagen spezialisiert. In Radolfzell werden von Metall+Plastic Isolatoren sowie weitere Anlagen und Produkte für pharmazeutische Sterilverfahren produziert. In Schwäbisch Hall sind alle vier Geschäftsbereiche vertreten: Optima Consumer, Optima Nonwovens, Optima Life Science sowie Optima Pharma. Im Ausland hat das Unternehmen 13 Standorte.

In 2016 beteiligte sich Optima an der Realisierung des Virtual Reality Centers, das vom Packaging Valley Germany e.V. in Schwäbisch Hall betrieben wird. Im VR-Center finden Besprechungen und Schulungen mit Kunden an virtuellen Modellen statt, die sämtliche Details der Maschinenprojekte beinhalten können, noch bevor diese gebaut sind. Virtual Reality, mit all seinen Möglichkeiten, gilt als zukunftsweisende Schlüsseltechnologie. Optima verspricht sich vom VR Center, die Innovationskraft und Entwicklungsarbeit weiter voranzutreiben und die Zusammenarbeit mit den Kunden noch effizienter zu gestalten.
Maschinenvorführungen beim Pharma Forum begeisterten über 200 Teilnehmer aus 25 Nationen. © Foto: Optima packaging group GmbH
Maschinenvorführungen beim Pharma Forum begeisterten über 200 Teilnehmer aus 25 Nationen.

Mehr als 200 internationale Gäste aus 25 Nationen kamen im vergangenen Jahr zum Pharma Forum nach Schwäbisch Hall: Die zweitägige Veranstaltung findet alle drei Jahre auf Einladung von Optima Pharma statt. Über Unternehmensgrenzen hinweg tauschen sich hier Experten zu aktuellen Fachthemen aus. Als Aussteller war Optima im vergangenen Jahr bei mehr als 50 Messen im In- und Ausland präsent.
Über 200 Gäste aus 25 Nationen trafen sich beim Pharma Forum 2016. Richard Johnson, President & CEO, Parenteral Drug Association® (PDA, USA) war einer der begehrten Redner auf dem Podium. © Foto: Optima packaging group GmbH
Über 200 Gäste aus 25 Nationen trafen sich beim Pharma Forum 2016. Richard Johnson, President & CEO, Parenteral Drug Association® (PDA, USA) war einer der begehrten Redner auf dem Podium.

Technologien – die Zukunft beginnt jetzt

Die „Mission Total Care“ wird Optima erstmals auf der Weltleitmesse Interpack 2017 im Mai in Düsseldorf präsentieren. Mit diesem Angebot unterstreicht das Unternehmen eine führende Position bei der Digitalisierung des Maschinenbaus. Die Mission Total Care bildet den gesamten Lebenszyklus von Anlagen ab, beginnend mit innovativen Schulungskonzepten, die beispielsweise vor der Anlagen-installation im VR-Center stattfinden, über neue Serviceleistungen bis hin zum Retrofit. Die Mission Total Care umfasst zudem alle Leistungen und Produkte, die mittels Digitalisierung neue Effizienz-Potenziale in der Produktion sowie im Service erschließen. Anwender sind heute eine intuitive und übersichtliche Bedienung von Devices gewöhnt. Neue Maschinen-Interfaces (HMIs) gehen noch einen Schritt weiter, sind jedoch an die Industrieumgebung angepasst und um wesentliche „Mixed Reality“-Features erweitert.
Maschinenvorführungen beim Pharma Forum begeisterten über 200 Teilnehmer aus 25 Nationen. © Foto: Optima packaging group GmbH
Maschinenvorführungen beim Pharma Forum begeisterten über 200 Teilnehmer aus 25 Nationen.

Mit dem „Project ZERO“ präsentiert Optima Nonwovens auf der Interpack zudem echte Pionierarbeit. Diese Technik der Zukunft läutet eine neue Ära der Produktionsflexibilität ein. Der Betreiber gibt Designs und Daten vor, den Rest erledigt die Maschine. Die unterschiedlichen Verpackungen werden „inline“ produziert.

Allgemein nimmt am Markt die Bedeutung der Anlagen-flexibilität weiter zu. Dafür bietet Optima Life Science beispielsweise modulare und skalierbare Systeme, die den fließenden Übergang von der Entwicklungsanlage bis zum Produktionssystem für moderne Wundauflagen erlauben. In der pharmazeutischen Branche erfordern neue, meist extrem teure, hochaktive und zugleich sensible Wirkstoffe vielseitig einsetzbare Technik. Speziell dafür hat Optima Pharma die MultiUse Anlagen entwickelt. Damit werden kleine Serien gemäß höchsten pharmazeutischen Sicherheits- und Sterilanforderungen äußerst effizient verarbeitet.

Parallel dazu steigt in allen Unternehmensbereichen die Nachfrage nach Turnkey-Anlagen. Diese Linien können sämtliche Arbeitsschritte beinhalten und beginnen beispiels-weise mit dem automatischen Depalettieren von Behältnissen für Kaffee-Portionspackungen und enden erst beim Palettieren der verkaufsfertigen Produkte. Hier ist Optima Consumer beispielsweise weltweit der einzige Hersteller von kompletten Linien für Getränkekapseln.

Mit digitalen Systemen wie Tcam und Opal verfügt Optima über Industrie 4.0-Lösungen: Die Software Opal (Optima Process Automation Library) verbindet die ERP-Ebene (Enterprise Ressource Planning – übergeordnete betriebs-wirtschaftliche Prozesse) mit der Fertigungsebene. Daten werden zur anlagenübergreifenden Produktionssteuerung aufbereitet und bis in die Maschinen-Steuerungen ganzer Fertigungen transferiert. Zudem sind detaillierte Prozess-(Fehler)analysen möglich. Tcam (Total Care Asset Management) erfasst kontinuierlich den Maschinenzustand (Condition Monitoring) und kündigt frühzeitig und automatisiert Servicebedarf an. Ungeplante Maschinenstillstände entfallen somit. Tcam stellt zudem alle wichtigen Informationen an der Maschine digital zur Verfügung, von Explosionszeichnungen bis hin zu Video-Tutorials.

Optima verfügt insgesamt über ein vielfältiges und besonders breit aufgestelltes Maschinen- und Technologie-Portfolio mit Lösungen für die Verpackungs- und Herstellprozesse von heute und morgen.

Für andere da – bereit zu helfen
Soziales Engagement wird bei Optima gelebt. Als im Sommer 2016 in der Region heftige Unwetter ganze Ortschaften in der Region um Schwäbisch Hall verwüsteten, haben Mitarbeiter die Initiative ergriffen und halfen vor Ort. Vom Unternehmen wurden diese bezahlt freigestellt und durch Material und Werkzeuge unterstützt. Eine Spendenaktion der Mitarbeiter, bei der die Geschäftsleitung den Einsatz verdoppelte, ergab eine Summe von 65.000 Euro, die dem Wiederaufbau in Braunsbach zugute kam. Ein weiteres Beispiel sind die Typisierungsaktionen, die Optima gemeinsam mit der DKMS (Tübingen) organisiert. Diese werden bei Optima durchgeführt und vom Unternehmen finanziert. Jede der inzwischen fünf Knochenmarkspenden aus dem Mitarbeiterkreis hat nach-weislich dazu beigetragen, Leben zu retten.
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