Epal - Der Markt hat sich entschieden
Ende der Tauschvereinbarung bringt mehr Sicherheit

Dienstag, 14. März 2017 Aufgrund der Handlungsempfehlung der European Pallet Association e.V. (Epal), den Tausch von Epal Europaletten mit UIC/EUR-Paletten zum 01.05.2017 einzustellen, versuchen die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Palettenpool ein düsteres Szenario für den künftigen Palettentausch zu zeichnen.

Die European Pallet Association e.V. (Epal) hat mit über 450 Mio. Epal Europaletten und 20 Mio. Gitterboxen im weltweit größten offenen Tauschpool den Warenfluss in der Logistikwelt.
© Foto: European Pallet Association e.V.
Die European Pallet Association e.V. (Epal) hat mit über 450 Mio. Epal Europaletten und 20 Mio. Gitterboxen im weltweit größten offenen Tauschpool den Warenfluss in der Logistikwelt.
Dementsprechend kamen die kritischen Reaktionen auf die Handlungsempfehlung der Epal bislang nur aus Österreich. In der Praxis hat sich ein großer Teil des Marktes bereits in den letzten zwei Jahren entschieden: Annähernd 90% der verwendeten Europaletten in den umsatzstärksten Märkten sind „Epal im Oval“. UIC/EUR-Paletten werden in vielen Unternehmen schon seit längerem separat sortiert, gerade weil die Qualität oft nicht dem Standard entspricht. Aus diesem Grund unterstützen Verwender aus Industrie, Handel und Dienstleistung weltweit die Handlungsempfehlung der Epal. Martin Leibrandt, CEO der Epal: “Das Säbelrasseln der WKÖ, die sich selbst in der neutralen Vermittlerrolle gesehen hat, erachte ich als unangemessen. Die Argumente der WKÖ sind nicht nachvollziehbar und dienen ausschließlich dazu, den Markt zu verunsichern und Panik zu verbreiten.“

Qualität und Sicherheit brauchen Strukturen und Verlässlichkeit

Entgegen der Argumente des Sprechers der ÖBB, der Muttergesellschaft der Rail Cargo Austria (RCA), Lizenzgeberin der Marke UIC/EUR, ist es der UIC nicht gelungen, aktive Maßnahmen zum Schutz der Marke UIC/EUR zu ergreifen. Die UIC hat die Qualitätssicherung an diverse Bahnunternehmen vergeben, die diese wiederum an privatwirtschaftliche Unternehmen ausgelagert haben. Es existiert weder eine einheitliche Struktur der Qualitätssicherung, noch eine konsequente Verfolgung von Markenrechtsverletzungen.

Epal arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern trifft alle Entscheidungen im Interesse ihrer Partner

Die unangekündigten Qualitätskontrollen bei Epal-Lizenznehmern werden weltweit von der renommierten Prüforganisation Bureau Veritas nach einheitlichen Vorgaben durchgeführt. Alle Prozesse sind einsehbar und transparent. Darüber hinaus ist ein Preisanstieg aufgrund der Handlungsempfehlung, wie ihn die Arge Palettenpool voraussagt, nicht zutreffend. Die Preise für Europaletten sind von vielen Faktoren abhängig und werden vor allem von den Rohstoffpreisen und im aktivem Wettbewerb von Angebot und Nachfrage geregelt.





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