Neues Kombiprodukt für Packungsbeilagen von Faller
Mehr Schutz durch Folie

Montag, 20. März 2017 Die August Faller GmbH erweitert ihr Kombiprodukt-Portfolio: Bisher konnten mehrere Informationsträger für Medikamente mittels Banderole, Etikett oder Klebepunkten kombiniert werden. Jetzt bietet der Spezialist für Pharmaverpackungen zusätzlich eine in Folie eingeschweißte Kombination aus Packungsbeilage und Patient Alert Card.

Das neue Lösung von Faller: Ein Outsert wird mit einer Patient Alert Card kombiniert und in Folie eingeschweißt.
© Foto: August Faller GmbH
Das neue Lösung von Faller: Ein Outsert wird mit einer Patient Alert Card kombiniert und in Folie eingeschweißt.
Pharmazeuten profitieren von einem effizienteren Verpackungsprozess und einem höheren Produktschutz. Immer mehr Faltschachteln für bestimmte Medikamente beinhalten neben der regulatorischen Packungsbeilage zusätzliche Informationsträger, wie Patient Alert Cards oder Medical Alert Cards. Diese mitführbaren Patientenkarten stellen behandelnden Einrichtungen und Ärzten im Notfall schnell wichtige Informationen zur Verfügung.


Kombination für mehr Effizienz

Die August Faller Gruppe entwickelt und produziert in ihrem Werk in Binzen Lösungen für kombinierte Packungsbeilagen in unterschiedlichen Varianten: banderoliert, etikettiert oder mit Klebepunkten. Die neue Produkt-Kombination realisierte Faller für einen großen Pharmahersteller. Bei dieser Lösung wird ein Outsert mit einer in bis zu drei Sprachen verfassten Patient Alert Card kombiniert und in Folie eingeschweißt.

Die Folie schützt die zusammengeführten Informationsträger sicher vor Verschmutzung und macht sie widerstandsfähiger gegen Abnutzung. Die niedrige Schrumpfspannung der nach gründlichen Tests ausgewählten Folie gewährleistet, dass sich das Produkt nicht verbiegt. Eine in die Folie eingebrachte Perforation erleichtert dem Patienten das Öffnen. Gleichzeitig sind die Informationen für den Patienten gebündelt griffbereit.

Das neue Kombiprodukt bringt zudem vor allem erhebliche Kostenvorteile für den Pharmazeuten im Abpackprozess. Da die Kombination der Packungsbeilagen wie ein einzelnes Produkt in die Faltschachtel eingespendet werden kann, entfallen zwei Arbeitsschritte. Das Falzen einer Packungsbeilage sowie das zusätzliche Einführen eines Informationsträgers sind nicht mehr erforderlich. Die Kosten für ein Spendeaggregat in der Abpacklinie kann der Kunde damit einsparen, gleichzeitig erhöht er damit die Effizienz seines Verpackungsprozesses.


Eine einfache Lösung dank Präzision

Das Kombiprodukt wird beim Kunden passgenau in die Verpackung eingespendet. Für die Herstellung des Kombiprodukts gab der Kunde eine Produkttoleranz von maximal 1 mm vor. Diese Anforderung des Pharmaherstellers erfüllte Faller mit der formatgetreuen Verarbeitung auf der Zusammentraglinie. Die beiden Informationsträger werden dort zunächst exakt übereinander gelegt.

„Mit mehreren hochleistungsstarken Kamera-Prüfsystemen stellen wir bei der Produktion sicher, dass die richtigen Informationsträger präzise kombiniert werden“, erklärt Christiana Klüppelberg, Anwendungs- und Prozesstechnikerin bei Faller. „Fehlerhafte Produkte erkennt das System und schleust sie pneumatisch nach dem Schrumpftunnel ohne Unterbrechung der Produktion aus“, so Christiana Klüppelberg. Beim anschließenden Einschweißen in der Verpackungsmaschine mit Schrumpftunnel werden stabile Schweißnähte erzeugt. Diese verschließen die Folie zuverlässig, sind jedoch fein genug, dass sie die Produkttoleranz nicht beeinflussen.


Viel Spielraum für andere Anwendungen

Künftig sind mit der neuen Kombilösung mit Schutzfolie viele weitere flexible Kombinationen unterschiedlicher Komponenten möglich. So können zum Beispiel Informationsträger wie Allergikerausweise oder Medikationskarten mit Beilagen zur Selbstmedikation für Inhalatoren oder Autoinjektoren mit der regulatorischen Packungsbeilage kombiniert werden.
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