Meto
100-jähriges Markenjubiläum

16.03.2018 Von der Drahtverschlussmaschine über den Handauszeichner bis zum Wellenrandetikett: Mit Lösungen zur Aus- und Kennzeichnung für den Handel hat Meto sich weltweit einen Namen gemacht.

© Foto: Meto International GmbH
Jetzt feiert das Traditionsunternehmen sein 100-jähriges Markenjubiläum und zeitgleich das 50-jährige Bestehen der Etikettenproduktion.

Wie alles begann: Am 16. Februar 1918 wurde Meto von Adolf Metzger und Oskar Kind in Köln gegründet. Den Firmennamen setzen die Gründer aus ihren Namen entsprechend ihrer Anteile zusammen: Metzger, dem 75 Prozent gehörten, verlässt das Unternehmen 1920. Oskar Kind wird alleiniger Gesellschafter.

Etiketten und Handauszeichnungslösungen, für die Meto weltweit im Handel bekannt ist und die den Erfolg der Marke bis heute bestimmen, spielten in den Anfangsjahren noch keine Rolle: Die Meto Schnürungs GmbH produzierte Verpackungsapparate mit Drahtbindetechnik sowie Heftapparate für Kartons. Ab 1921 belieferte Meto die Deutsche Reichspost. Den Zuschlag erhielt Meto dank einer Vorrichtung, die bei Metallflachbändern die Kanten umbog, was für mehr Stabilität sorgte, aber vor allem die Verletzungsgefahr reduzierte.

1937 wird das Unternehmen sogar um eine Spielefabrikation erweitert (bis 1959). Damals bietet Meto das heute noch bekannte Tischfußballspiel „Tip-Kick“ an. Ab Ende der 1950er Jahre erhält Meto mit der Erfindung des Handauszeichners (1959) sowie dem Eintritt in die Etikettenproduktion und der Erfindung des Wellenrandetiketts (1968) sein heutiges Profil und Markenzeichen.

Nachdem Meto 17 Jahre zu Warensicherungsspezialist Checkpoint Systems gehörte, folgte 2016 die Übernahme durch die kanadische CCL Industries, innerhalb derer Meto als zur Avery-Division gehört. Rund 170 Mitarbeiter sind aktuell bei Meto beschäftigt. Seit 1944 besteht der Firmensitz im südhessischen Hirschhorn. Vom Rhein an den Neckar hatte es Oskar Kind gezogen, nachdem die Produktionsanlagen in Köln-Rodenkirchen im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.


Revolutionär für den Handel

Die Geschichte von Meto spiegelt auch die Entwicklung des deutschen Einzelhandels wider. Anfang der 1950er Jahre begann Meto mit der Produktion von halbautomatischen Spendgeräten für Verpackungsklebestreifen. Und schließlich folgte 1959 der vielleicht größte Meilenstein der Firmengeschichte: Oskar Kind erfand den weltweit ersten Handauszeichner. Die Idee, die Preisauszeichnung zu automatisieren, brachte der Unternehmer von einer Amerika-Reise mit. Der „Jedermann“ revolutionierte im Einzelhandel die Preisauszeichnung.

Werbebild aus den 50ern © Foto: Meto International GmbH
Werbebild aus den 50ern


Entsprechend überwältigend war die Nachfrage. Jedes Gerät wurde seinem Käufer in einer mit Samt ausgelegten Verpackung überreicht. Etwa 450.000 Jedermann-Geräte wurden bereits bis 1970 produziert und über die Grenzen hinweg verkauft. Gesetzliche Verordnungen oder auch die doppelte Preisauszeichnung bei der Euro-Einführung brachten der Handpreisauszeichnung im Handel weiteren Schub. Bis heute produziert Meto seine Handauszeichnungsgeräte in Hirschhorn.

Experte für Etiketten im Einzelhandel

Beflügelt vom Erfolg des Handauszeichners begann Meto im Februar 1968 mit der Produktion von Etiketten, die bis dahin zugekauft worden waren. Auch das bekannte Wellenrandetikett, eines der auffälligsten Kennzeichen im Einzelhandel, stammt von Meto. Seine wellenartige Form verdankt das Etikett, dessen Rechte an der Bildmarke Meto hält, dabei einem praktischen Grund: So kann der Platz auf den Papierbahnen bestmöglich genutzt werden.

Bis heute sind Etiketten ein wichtiges Unternehmensstandbein. Das Portfolio ist groß: Neben Preisetiketten bietet Meto z. B. auch Siegeletiketten, Produkt- und Marketingetiketten, Warensicherungsetiketten und Schmucketiketten an, die individuell nach Kundenwünschen gestaltet werden können. Seit 2017 hat der Spezialist auch Thermoetiketten wieder im Portfolio. Ergänzt wird das Portfolio zur Aus- und Kennzeichnung seit 1969 um Verkaufsförderungslösungen.

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