Herma entwickelt neue Etikettierungstechnik für Kartuschen
Horizontal etikettieren

Montag, 05. Dezember 2016 Der Herma Rundumetikettierer 242M erlaubt es, selbst Kartuschen und ähnlich anspruchsvolle zylindrische Produkte mit hoher Geschwindigkeit rundum zu etikettieren. Ein horizontal rotierender Drehstern schafft dabei Präzision.

Die Kartuschen werden im Herma Rundumetikettierer 242M horizontal liegend etikettiert.
© Foto: Herma
Die Kartuschen werden im Herma Rundumetikettierer 242M horizontal liegend etikettiert.
Relativ große, aber nicht standfeste zylindrische Produkte, wie etwa Kartuschen, schnell und präzise rundum zu etikettieren war bislang ein Problem. Für diese Herausforderung hat Herma eine neuartige Etikettieranlage entwickelt. Der Herma Rundumetikettierer 242M basiert auf der Rundumetikettieranlage vom Typ Herma 040M – nur laufen dort die Produkte horizontal durch die Maschine und nicht wie bisher vertikal.

Ob Bauschaum, Dichtungsmittel, Reiniger oder Klebstoffe – diese Mittel werden oft in Kartuschen vertrieben. Sie werden beispielsweise von Dachdeckern, Klempnern, im Sanitärbereich, auf Baustellen oder auch im Brandschutz gebraucht. Ihre Kennzeichnung mit Etiketten vereinfacht das Handling unterschiedlicher Sprachversionen der weltweit vertriebenen Kartuschen deutlich – die Bevorratung mit direkt bedruckten, noch unbefüllten Behältnissen entfällt. Die Etiketten müssen dabei aber immer präzise und zuverlässig aufgespendet werden. Die Kartuschen, die bei einem Durchmesser von 49 mm etwa 230 mm hoch sind, sind dafür auf einem herkömmlichen horizontalen Transportband bei der Etikettierung allerdings nicht standfest genug.

Der 242M für die Horizontaletikettierung kann sowohl inline als auch offline betrieben werden. © Foto: Herma
Der 242M für die Horizontaletikettierung kann sowohl inline als auch offline betrieben werden.


Bei der neuen Lösung werden die Kartuschen, wenn sie aus Befüllungsanlagen kommen, längs liegend transportiert und so vom Zuführtransportband der Herma Etikettieranlage übernommen. Dieses führt sie über eine 90-Grad-Kurve in einen horizontal laufenden Drehstern. Der Drehstern ist mit Rollenprismen ausgestattet, welche eine enge Produktführung gewährleisten. Der Drehstern führt die Produkte der Etikettierstation zu, wo sie gegen eine rotierende Andrückrolle gedrückt und dadurch ebenfalls in Rotation versetzt werden. Das Etikett wird synchron zur Rotationsgeschwindigkeit beigespendet und angewalzt. Bei diesem Vorgang werden die Etiketten äußerst präzise auf die Kartuschen aufgebracht – ein Verrutschen ist so nahezu ausgeschlossen. Der Herma Rundumetikettierer 242M ist in der Lage, bis zu 50 Kartuschen pro Min. zu etikettieren und kann sowohl in eine Fertigungslinie integriert als auch offline betrieben werden. Für den variablen Datendruck hat der Anwender größtmögliche Freiheit bei der Wahl eines entsprechenden Druckers. „Mit dem neuen Herma 242M haben wir eine Lösung geschaffen, die es nun ermöglicht, auch anspruchsvolle zylindrische Produkte sehr effizient und automatisiert zu etikettieren“, betont der Herma Geschäftsbereichsleiter für Etikettiermaschinen, Martin Kühl.

Horizontal statt vertikal: Der Herma Rundumetikettierer 242M erlaubt es, selbst Kartuschen und ähnlich anspruchsvolle zylindrische Produkte mit hoher Geschwindigkeit rundum zu etikettieren. © Foto: Herma
Horizontal statt vertikal: Der Herma Rundumetikettierer 242M erlaubt es, selbst Kartuschen und ähnlich anspruchsvolle zylindrische Produkte mit hoher Geschwindigkeit rundum zu etikettieren.

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