Achema 2018
Maschinenbau-Expertise und pharmazeutisches Know-how

20.03.2018 Bosch Packaging Technology präsentiert auf der Achema 2018 seine R&D-, Linien- und Service-Kompetenz, ergänzt um übergreifende Industrie 4.0-Lösungen.

Die ALF 5000 sorgt für hohe Prozesssicherheit. Beispielsweise werden die Ampullenspieße beim Verschließen seitlich abgezogen anstatt wie bislang von oben.
© Foto: Robert Bosch Packaging Technology GmbH
Die ALF 5000 sorgt für hohe Prozesssicherheit. Beispielsweise werden die Ampullenspieße beim Verschließen seitlich abgezogen anstatt wie bislang von oben.
„Wir verbinden auf einzigartige Weise Maschinenbau-Expertise und umfangreiches pharmazeutisches Know-how. So entstehen Kundenlösungen für die unterschiedlichsten Märkte und Bedürfnisse“, so Uwe Harbauer, Mitglied des Bereichsvorstandes und Produktbereichsleiter Pharma bei Bosch Packaging Technology. Auf der Achema können sich Besucher vom vielfältigen Angebot überzeugen: „Aufgeteilt in die Pharma Liquid- und Pharma Solid-World zeigen wir Marktneuheiten und Portfolioerweiterungen, digitale Lösungen und Services, die zusammen optimal aufeinander abgestimmte Gesamtsysteme für alle Produktionsprozesse unserer Kunden ergeben.“

Pharma Liquid World: vernetzte Anlagen und Prozesse

In der Liquid World präsentiert Bosch eine Premiere: eine Prozessanlage in Kombination mit einer Füllmaschine für sterile Injektionslösungen. Die integrierte Lösung ermöglicht dank aufeinander abgestimmter Komponenten eine effiziente Designphase und lässt sich im Sinne der Bosch Linienkompetenz im Anschluss schnell und unkompliziert realisieren sowie qualifizieren. Für Kunden bedeutet das geringeren Aufwand, eine hohe Zeitersparnis und vor allem kürzere Markteinführungszeiten.
Die neue Prozessanlage SVP250 LF zur Herstellung von Injektionslösungen wurde von der Bosch-Tochter Pharmatec entwickelt. Die konische Form der Prozessbehälter ermöglicht einen großen Verarbeitungsbereich von 15 bis 250 Litern und minimiert den Produktverlust. Für den Produkttransfer vom Ansatzsystem zur Füll- und Verschließmaschine ALF 5000 zeigt Bosch vorkonfigurierte Lösungsvarianten für unterschiedliche Produkteigenschaften, wie klare Lösungen oder Suspensionen. Mittels Datenaustausch über die Bedientableaus kommunizieren Prozess- und Füllanlage miteinander und stellen so ein vernetztes System her – auch für künftige Industrie 4.0 Anwendungen.

Sicherheit und Flexibilität im Fokus

Die besonders sichere Verarbeitung von Biopharmazeutika zeigt Bosch anhand einer kundenspezifischen MHD Anlage für die aseptische Abfüllung. Während die integrierte 100% In-Prozess-Kontrolle für hohe Qualität sorgt, bietet die Anlage durch den Einsatz von Robotertechnik im Isolator höchste Flexibilität bei der Verarbeitung unterschiedlicher Packmittel wie vorsterilisierte Vials und Spritzen – und ist auch für weitere Packmittel und veränderte Prozessabläufe gerüstet.
Für die sichere Prüfung von Glasbehältnissen wird unter anderem die AIM 3 Inspektionsmaschine gezeigt. Sie vereint auf kleinstem Raum sowohl visuelle kosmetische- und Partikelinspektion als auch Dichtigkeitsprüfung mittels Hochspannung, um kleinste Risse im Glas zu detektieren. Defekte Behältnisse werden bereits bei der Pre-Inspektion aussortiert, um Glasbruch während des weiteren Inspektionsprozesses vorzubeugen. Die automatische Re-Inspektion sorgt dafür, dass nur wirklich defekte Produkte und Behältnisse aussortiert werden, wodurch sich die Falschausschussrate senkt.

Das Carton Printing System 1900 WTEverfügt über eine integrierte Kontrollwaage und serialisiert die kleinste verschließbare Einheit (zum Beispiel Faltschachteln). Darüber hinaus bietet Bosch das CPA für die Aggregation von Bündeln, Kisten oder Paletten an. © Foto: Robert Bosch Packaging Technology GmbH
Das Carton Printing System 1900 WTEverfügt über eine integrierte Kontrollwaage und serialisiert die kleinste verschließbare Einheit (zum Beispiel Faltschachteln). Darüber hinaus bietet Bosch das CPA für die Aggregation von Bündeln, Kisten oder Paletten an.


Ebenfalls in der Liquid World zu sehen: Die halbautomatische Montageanlage MSA der Bosch-Tochter Moeller & Devicon. Diese eignet sich für die effiziente Montage mehrteiliger Einweg-Pens oder Autoinjektoren und unterstreicht die Kompetenz in der Verarbeitung von Karpulen und Spritzen. Die modulare und skalierbare Plattform trägt insbesondere dem Trend zu kleinen Losgrößen Rechnung. Dank standardisierter Module lässt sie sich auch für größere Chargen aufrüsten und bietet Herstellern die Flexibilität, sich schnell an neue Marktanforderungen anzupassen.

Pharma Solid World: von Conti bis Containment

Mit der neuen Xelum R&D erweitert Bosch sein Continuous Manufacturing Portfolio. Das Einstiegsgerät, das auf der Achema 2018 erstmals einem ausgewählten Kundenkreis präsentiert wird, basiert auf der speziell für die kontinuierliche Produktion entwickelten Xelum-Plattform der Bosch-Tochter Hüttlin. Die Xelum R&D steht für kurze Entwicklungszeiten bei geringem Wirkstoffverbrauch und sorgt für den kürzesten Weg von der Entwicklung zur kontinuierlichen Produktionsanlage – ohne aufwändiges Scale-up. Zudem unterstreicht Hüttlin seine Vorreiterrolle bei der Batch-Technologie: Solidlab 1und 2 sowie die HDGC Wirbelschichtanlage ermöglichen schnelle Prozesszeiten bei wenig Produktverlust und hohem Ertrag.

Eine weitere Marktneuheit ist die Kapselfüllmaschine GKF 720. Mit waschbarem Containment setzt die flexible Plattform für Kleinchargen neue Maßstäbe in der sicheren Verarbeitung hochpotenter fester Darreichungsformen. Kunden profitieren von schnellen Produktwechseln und kurzen Reinigungszeiten bei geringem Wasserverbrauch.
Vervollständigt wird das Pharma-Portfolio mit entsprechenden Sekundärverpackungslösungen: Hier zeigt Bosch unter anderem das CPS 1900 WTE Modul mit Tamper Evident Funktion und integrierter Waage für die zuverlässige Serialisierung von Faltschachteln. Die neue Reworks Station ermöglicht ein einfacheres Datenhandling sämtlicher Serialisierungs- und Aggregationsdaten – sogar über den Produktionsabschluss hinaus.

Hohe Transparenz innerhalb der Fertigung. Das neue Pharma Messe erfasst, speichert und visualisiert Maschinendaten und dient beispielsweise zur Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit. © Foto: Robert Bosch Packaging Technology GmbH
Hohe Transparenz innerhalb der Fertigung. Das neue Pharma Messe erfasst, speichert und visualisiert Maschinendaten und dient beispielsweise zur Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit.


Neue Industrie 4.0-Lösungen und Service-Angebote

Neben Sicherheit entlang der Lieferkette sorgen die Industrie 4.0-Lösungen von Bosch auch für Transparenz innerhalb der Fertigung. Dank Live-Informationen erhalten Kunden alle nötigen Daten zur Überwachung von Maschinenzuständen oder Prozessparamatern. Zusätzlich zu Data Service-Dienstleistungen zeigt Bosch sein neues Pharma Messe. Die Starter Edition der browserbasierten, validierbaren Softwarelösung erfasst, speichert und visualisiert Maschinendaten. Wie bei allen Industrie 4.0-Lösungen greift Bosch auch beim Pharma Messe auf die Kombination aus eigener Software- und Fertigungsexpertise zurück, um Kunden ein speziell auf die pharmazeutische Industrie zugeschnittene Lösung anzubieten. Entsprechend profitieren Bediener von schnelleren Reaktionszeiten bei Abweichungen. Darüber hinaus hilft das Pharma Messe auch bei Analysen beispielsweise zur Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit.
Durch die Erfassung von Maschinendaten lassen sich auch Leistungen wie vorausschauende oder vorbeugende Wartung sowie Remote Service immer effektiver gestalten. Dank der globalen Präsenz von Bosch mit lokalen Servicetechnikern und Schulungszentren sowie der Online-Bestellplattform E-Portal erhalten Kunden weltweit umfassende After-Sales Service-Leistungen.


Bosch Packaging Technology auf der Achema: Halle 3.1, Stand C71
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