Produktion der Zukunft
Mensch und Maschine im effizienten Zusammenspiel

Dienstag, 21. November 2017 Wie kann Digitalisierung die Menschen in der Produktion unterstützen – und zugleich Produktionsprozesse effizienter gestalten? Zu dieser Frage forscht ein Zusammenschluss aus 14 europäischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Rahmen des EU- Forschungsprojektes Autoware.

„Wir produzieren diesen Kompaktzylinder seit 2011 in langfristig stabilen Stückzahlen." erläutert Marius Pulter, Manager Production. SMC
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„Wir produzieren diesen Kompaktzylinder seit 2011 in langfristig stabilen Stückzahlen." erläutert Marius Pulter, Manager Production. SMC
SMC ist als Technologie- und Anwendungspartner beteiligt und arbeitet dabei eng mit dem Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) zusammen. Ziel des Forschungsprojekts Autoware ist es, Fehlerquellen in immer komplexeren Produktionsprozessen zu reduzieren. Dafür soll ein kollaborativer Roboter den Mitarbeiter in der Montage unterstützen, indem er einfache Montageschritte selbstständig oder in Kooperation mit dem Mitarbeiter ausführt. Im Testbetrieb soll dazu ein neu entwickeltes Robotersystem bei der Produktion von SMC Pneumatikzylindern zum Einsatz kommen, das gemeinsam mit den Mitarbeitern am selben Arbeitsplatz arbeitet. Autoware wird von der Europäischen Union gefördert und ist insgesamt auf eine Dauer von 36 Monaten angelegt. Offizieller Projektstart war im Oktober 2016. Die Entwicklung des Robotersystems für das Anwendungsszenario bei SMC übernimmt das Fraunhofer IGD in Darmstadt in Kooperation mit dem Institut Jožef Stefan aus Slowenien.

Mensch und Maschine produzieren gemeinsam effizienter

Der übergeordnete Forschungsschwerpunkt des Projekts Autoware ist die Entwicklung eines offenen und drahtlosen cyber-physischen Produktionssystems (CPPS). CPPS ist eine autonome digitale Plattform, in der die einzelnen Komponenten wie Sensoren und Maschinen über ein Netzwerk kommunizieren, lernen und entsprechend steuerbar sind. Menschen und Roboter können so in kooperativen Montageszenarien miteinander interagieren und gemeinsam komplexe Produktionsprozesse umsetzen. Dazu sind beide im gleichen Arbeitsbereich eingesetzt. Der kollaborative Roboter soll dabei bestimmte – vorwiegend monotone und einfachere – Montageschritte selbstständig ausführen oder den Mitarbeiter unterstützen. „Dieses Produktionssystem für ein eng verwobenes Zusammenspiel von Mensch und Roboter ist Industrie 4.0 in Reinform.

Mit SMC als Partner für industrielle Anwendungen im Projekt Autoware“, sagt Mario Heitmann, Manager Innovation Management. „Bei uns wird das CPPS unter realen Produktionsbedingungen getestet.“ Der kollaborative Roboter soll bei SMC in der Zylindermontage zum Einsatz kommen und bei der Montage eines Sonderzylinders unterstützen. „Wir produzieren diesen Kompaktzylinder seit 2011 in langfristig stabilen Stückzahlen. Deshalb gibt es eingespielte Produktions¬bedingungen. Das ist ideal, um die Autoware-Technologie zu erproben“, erläutert Marius Pulter, Manager Production. „Der Sonderzylinder wird im Anwendungsszenario von SMC als Testprodukt verwendet, um die im Zuge des Autoware-Projekts entwickelte Technologie unter realistischen Bedingungen zu testen.“ Der Roboter soll dabei 15 der 38 Montage¬schritte bei der Herstellung des Zylinders übernehmen, etwa die Befettung von Zylinder¬komponenten sowie die Qualitätsprüfung der Komponenten und des Endproduktes hinsichtlich Maßhaltigkeit und Gratfreiheit.
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