Doppelt fährt besser
KHS Verpackungsmaschinen jetzt auch mit Rockwell-Antrieb

Donnerstag, 13. Juli 2017 Die KHS-Gruppe bietet die Antriebstechnik ihrer Verpackungsanlagen nun durchgängig in zwei verschiedenen Varianten an. Da sich Gewohnheiten und Standards in einigen Märkten maßgeblich unterscheiden, ist der Systemanbieter so beim weltweiten Verkauf seiner Maschinen und Anlagen noch flexibler.

Um flexibler auf Kundenwünsche eingehen zu können, bietet KHS jetzt auch über einen Rockwellantrieb.
© Foto: KHS
Um flexibler auf Kundenwünsche eingehen zu können, bietet KHS jetzt auch über einen Rockwellantrieb.
Für die Servoantriebstechnik von Maschinen gibt es weltweit zwei maßgebliche Hersteller: Siemens und Rockwell Automation. In der Vergangenheit waren Verpackungsmaschinen von KHS meist mit einem Hybridsystem ausgestattet, in dem die Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) und die Visualisierung entweder von Siemens oder Rockwell stammte und für die Servotechnik Indramat-Motoren von Bosch Rexroth als Standard eingesetzt wurden. Im Zuge der technischen Weiterentwicklung und Standardisierung entschied man sich bei KHS, zukünftig auf SPS und Simotion D von Siemens zu setzen.

Die Siemens-Technik ist jedoch nicht überall auf der Welt die präferierte Lösung, erklärt Karl-Heinz Klumpe, Product Manager Packaging bei KHS in Kleve: „Speziell für den nordamerikanischen Markt, der von Rockwell Automation geprägt ist, konnten wir nun eine gleichwertige Lösung finden, um auch hier weiterhin zu hundert Prozent die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen.“

Unterschiedlicher Standard, gleiche Technik
Ganz neu war dieser Schritt für den Systemanbieter indes nicht. Im Bereich der KHS-Abfüllanlagen kommt in der Servoantriebstechnik die Rockwell-Lösung bereits seit 2008 zum Einsatz - zum einen, weil ein großer Teil der Anlagen für den amerikanischen Markt am KHS-Standort Waukesha in Wisconsin, USA gebaut wird, und zum anderen, weil hier der Marktbedarf schon sehr viel früher vorhanden war.


Auf Kundenwünsche eingehen

„Für uns war es wichtig, diese Nische, die wir bisher nur im Einzelfall bedient haben, mit einem Standard zu schließen“, betont Klumpe. „Jetzt können wir mit unseren Anlagen jede Anfrage weltweit bedienen, weil wir zwei jeweils durchgängige Systeme mit Komponenten der beiden führenden Hersteller anbieten.“ Das bedeutet in der Praxis, dass KHS Servoantriebe der neuesten Rockwell-Generation namens Kinetix 5700 beziehungsweise analog dazu von Siemens die Baureihe Simotion D einsetzt, die beide eine Lieferbereitschaft von deutlich über zehn Jahren aufweisen und damit auch für KHS-Kunden eine langfristige Sicherheit bieten.

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