Verpackungstrend offene Verpackungen
Tendenz zu mehr Sichtbarkeit

Mittwoch, 19. Juli 2017 Hin zu mehr Sichtbarkeit: seit letztem Jahr ist dieser Trend in der Verpackungsbranche festzustellen. Bisher wurden Produkte möglichst fest und blickdicht verpackt, nun öffnet sich die Verpackung. Damit erlangen die innenliegenden Produkte mehr Sichtbarkeit und damit natürlich automatisch auch mehr Aufmerksamkeit am Point of Sale.

Die direkte Sichtbarkeit eines Produkts vermittelt dem potenziellen Käufer zunächst einmal einen ersten und unverfälschten Blick auf das angebotene Produkt.
© Foto: Brita
Die direkte Sichtbarkeit eines Produkts vermittelt dem potenziellen Käufer zunächst einmal einen ersten und unverfälschten Blick auf das angebotene Produkt.

Sichtbarkeit als Blickfang

Die direkte Sichtbarkeit eines Produkts vermittelt dem potenziellen Käufer zunächst einmal einen ersten und unverfälschten Blick auf das angebotene Produkt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Fragen bezüglich Inhalt, Qualität, Gestaltung und Vollständigkeit sind auf einen Blick unmittelbar beantwortet.  Wer sich also nicht auf die Produktabbildung auf der Verpackung verlassen möchte, kann bei einer Verpackung mit Fenster einen ersten Blick auf die Ware werfen und seiner Kaufentscheidung damit einen bedeutenden Schritt näher gebracht werden. Jürgen Knapps, Key Account Manager der Karl Knauer KG, erklärt das Konzept „Sichtbarkeit“: „Der erste Eindruck zählt: Besonders bei Produkten, die einen ästhetischen Faktor in der Kaufentscheidung mit sich bringen, kann sich ein Packaging mit teilweiser oder kompletter Sichtbarkeit lohnen.“
Jürgen Knapps, Key Account Manager der Karl Knauer KG © Foto: Karl Knauer
Jürgen Knapps, Key Account Manager der Karl Knauer KG

Sicherheit und Sichtbarkeit sind vereinbar

„Die Frage ist zunächst: Wieviel soll gezeigt werden? Die Möglichkeiten sind dabei zahlreich. Neben Ausstanzungen und Sichtfenstern sind auch Lösungen möglich, bei denen das komplette Produkt sichtbar gemacht wird“, erläutert Jürgen Knapps weiter. Im Fall einer kompletten Öffnung wird mit einem tiefgezogenen Kunststoff die Form des Produkts nachempfunden. Das ermöglicht es dem Kunden wiederum, das Produkt nicht nur sehen zu können, sondern auch haptisch zu erfahren. Ohne dass dabei Schäden an der Ware oder der Originalverpackung in Kauf genommen werden müssen. „Schließlich soll gerade bei sensiblen oder auch  exklusiven  Produkten neben der Sichtbarkeit für den Kunden auch die Sicherheit für das Produkt, sowohl während des Transports als auch am POS gewährleistet bleiben,“ betont Jürgen Knapps.
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Markenartikler setzen auf Sichtbarkeit

Ein Marktführer, Hersteller von Wasserfiltern, vertraut im Bereich Packaging seit vielen Jahren auf Verpackungsspezialist Karl Knauer. Das Unternehmen hat in jüngster Zeit drei Produktfamilien von Filtern vom geschlossenen auf das offene Verpackungssystem umgestellt. „Wir entwickelten und produzieren nun die offenen Packaging-Lösungen, bei denen auf den ersten Blick der Wasser-Filter zu sehen ist. Durch die tiefgezogene Kunststoffverblendung ist sofort klar, um welches System es sich handelt. Das erleichtert nicht nur die Auswahl des passenden Produkts, sondern überzeugt auch auf den ersten Blick von der Originalität der Ware und deren Hochwertigkeit“, so Jürgen Knapps.

Für das Kannensystem „Liquelli“ setzten die beiden Unternehmen auf eine teilweise Sichtbarkeit: Die neue Verpackung ist durch ihre 6-eckige Konstruktion schon ein Blickfang, darüber hinaus ermöglicht ein rundes Blickfenster einen direkten Blick auf die Ware. Dieses runde Sichtfenster ist der grafischen Darstellung von Kohlensäure-Blasen nachempfunden und greift damit auch gestalterisch den Inhalt auf.

Eine komplett offene Lösung wählte der Marktführer für das Produkt „Fill+Go“, hierbei handelt es sich um eine Trinkflasche mit eingebautem Wasserfilter. Verpackungsspezialist Karl Knauer entwickelte für dieses Produkt eine runde, die Form der Flasche nachempfindende Verpackung, die mehr zeigt, als verpackt. Eine maximale Produktpräsentation ist dadurch gegeben. Ein integrierter Sicherheitsbügel verhindert die Entnahme aus der Verpackung und funktioniert als Diebstahlsicherung. „Jeder Kunde kann das Produkt am POS in die Hand nehmen, Gewicht und Handling abschätzen, sich einen Eindruck von Material und Verarbeitung verschaffen und dabei die Originalverpackung ganz unbeschädigt lassen: Gerade bei einem Produkt, das „to go“ konzipiert wurde, sind das kaufentscheidende Merkmale!“, erläutert Jürgen Knapps. Schließlich stellte der Marktführer auch die Verpackungen für die Filter-Flaschen anlässlich des Jubiläums des Unternehmens auf eine sichtbare Variante um. Dabei handelt es sich um eine Faltschachtel mit Sichtfenster im Deckel.

Erscheint in packREPORT Nr. 7/8 August/2017

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