EHI-Studie
Expansion: Händler optimistisch

Mittwoch, 20. September 2017 Die Erwartungen der Händler an Umsatz und Standortentwicklung sind auch im zweiten Halbjahr 2017 überwiegend positiv. „Allerdings werden potentielle Standorte heute stärker unter die Lupe genommen als früher“, erklärt Kristina Pors, Projektleiterin Handelsimmobilien.

Die Bereitschaft, sich auf Wagnisstandorte einzulassen, ist laut der aktuellen EHI-Studie relativ gering.
© Foto: Candi / Fotolia
Die Bereitschaft, sich auf Wagnisstandorte einzulassen, ist laut der aktuellen EHI-Studie relativ gering.
„Es werden keine Wagnisstandorte umgesetzt, die Händler gehen auf Nummer sicher. Der Wettbewerbsdruck ist zum Teil recht hoch und der Markt ist stellenweise relativ gesättigt“. Viele Händler achten auch verstärkt auf Synergieeffekte durch benachbarte Geschäfte. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Studie „Expansionstrends 2017“, die das EHI in Kooperation mit der Hahn-Gruppe durchgeführt hat.

Positive Umsatzerwartungen

43 Prozent der befragten Händler erwarten im zweiten Halbjahr 2017 steigende Umsätze, das ist etwas weniger als noch im Frühjahr dieses Jahres (49 Prozent). Allerdings ist der Anteil der Vertriebslinien, die mit stabilen Umsätzen rechnen, von 41 Prozent auf 49 Prozent gestiegen. Mit rückläufigen Umsätzen rechnen nur noch acht Prozent der befragten Händler, ähnlich wie am Anfang des Jahres, als der Anteil noch bei 10 Prozent lag.

Expansionsbereit

Die meisten Expansionsmanager blicken dem Jahresende optimistisch entgegen. Eine deutliche Mehrheit der Befragten (68 Prozent) möchte Ende 2017 über mehr Standorte verfügen und baut ihr Filialnetz daher stetig aus. Damit ist der Anteil der expansionsbereiten Händler im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 (56 Prozent) sichtbar gestiegen. Der Anteil der Händler, die zukünftig mit weniger Läden auskommen möchten, liegt nur noch bei 11 Prozent, das sind 6 Prozentpunkte weniger als im Frühjahr dieses Jahres.

Auf gute Nachbarschaft

Bei der Standortwahl sind die Expansionsmanager kritisch: Rund drei Viertel der Befragten geben an, ihre Standorte heute intensiver zu analysieren als früher, um Risiken zu vermeiden. 40 Prozent achten auch verstärkt auf Synergien mit benachbarten Händlern, damit sie den Kunden einen möglichst attraktiven Standort bieten. Da die meisten Händler (85 Prozent) auf Mietobjekte setzen, ist auch die Interaktion mit dem Vermieter Teil der Standortpolitik. Ein Drittel der befragten Expansionsmanager setzt hier auf eine stärkere Kooperation, z.B. bei Renovierungsfragen.

Alle Ergebnisse finden Sie im Whitepaper „Expansionstrends 2017“ auf der Website des EHI Retail Institutes zusammengefasst.




stats