Fraunhofer IVV
Neue Barrierepapiere für den Verpackungsmarkt

Donnerstag, 28. September 2017 Mit einer neuartigen Barrierebeschichtung macht das Fraunhofer‐Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV den Einsatz von Verpackungspapieren nun auch für anspruchsvolle Primärverpackungen für den Lebensmittel‐ und Pharmabereich attraktiv.

© Foto: Fraunhofer IVV
Die Papiere können mit biobasierten Formulierungen aus Proteinen, Stärken und Lipiden sowie synthetisch hergestellten Lacken wie z.B. Vinylalkoholen beschichtet werden. Damit erreicht das Fraunhofer IVV Sauerstoffbarrieren von <10cm3(STP)/(d*bar*m2) und Wasserdampfbarrieren von <5g/(d*m2) bei 23°.

In Kombination mit einer guten Siegelbarkeit sind diese neu entwickelten Materialien interessant für das Verpacken von haltbaren Lebensmitteln, wie zum Beispiel Tee, Süßigkeiten, Brot und Kaffee. Gleichzeitig wird die neue Beschichtung dem Bedarf an bio‐basierten, rezyklierbaren Verpackungen gerecht. Die verbesserte Rezyklierbarkeit dieser Verpackungen erfüllt zusätzlich die Anforderungen des neuen Verpackungsgesetzes, welches 2019 in Kraft treten soll.

Zusätzlich arbeiten die Wissenschaftler des Fraunhofer IVV daran, die Gasbarriere‐Schichten mit einer zusätzlichen Mineralölbarriereschicht auszustatten. Diese ermöglicht es, rezyklierte faserbasierte Substrate erneut für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen zu verwenden. Die besondere Expertise des Fraunhofer IVV entstand im Rahmen mehrerer nationaler und internationaler Projekte, welche durch Eigenforschung finanziert oder öffentlich gefördert wurden. Für Ergebnisse aus Industrieprojekten erhalten Unternehmen die anwendungsspezifischen Exklusivrechte.
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