Nachhaltigkeit und Bioökonomie
Getränke sicher und nachhaltig verpacken mit Frischfaserkarton

Mittwoch, 23. August 2017 Frischfaserkarton gilt per se als äußerst sicheres und nachhaltiges Verpackungsmaterial und findet Einsatz in der Getränkebranche vom Trinkbecher bis hin zur exklusiven Geschenkverpackung. Wie man die Nachhaltigkeit des Materials noch verbessern kann, zeigt der finnische Hersteller Metsä Board mit kontinuierlicher Forschung, Entwicklung und Innovation.

Das Lidloc-Konzept ohne Kunststoffdeckel schafft neue Möglichkeiten der Produktion, Nutzung und des Recyclings von Trinkbechern für die Streetfood- und To-Go-Anwendung.
© Foto: Metsä Board
Das Lidloc-Konzept ohne Kunststoffdeckel schafft neue Möglichkeiten der Produktion, Nutzung und des Recyclings von Trinkbechern für die Streetfood- und To-Go-Anwendung.
Gerade erst hat Metsä Board seine neueste Initiative „Better with Less“ vorgestellt – für noch nachhaltigere, sichere und effizientere Verpackungsmaterialien, die ab sofort in einer Produktfamilie zusammengefasst werden.

Leicht in der Hand, leicht für die Umwelt

Metsä Board ist ein Vorreiter in Hinblick auf die Produktion von nachhaltigen Kartons. Sein umfangreiches Sortiment, das hauptsächlich Faltschachtelkarton, Foodservice-Qualitäten und weißen Kraftliner umfasst, wird aus Frischfasern produziert, einem erneuerbaren Rohstoff. Frischfaserkarton lässt sich mit hoher Ökoeffizienz recyceln, verringert so das Abfallaufkommen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. „Sowohl für die Holzfasern als auch für alle weiteren im Zuge der Herstellung eingesetzten Rohstoffe können wir den Herkunftsnachweis erbringen“, erklärt Bernd Gohlke, Account Director bei Metsä Board. Basis aller Metsä Board Kartonqualitäten sind Frischfasern, die aus nachhaltig bewirtschafteten, nordeuropäischen Wäldern stammen, in denen jährlich mehr Biomasse nachwächst als genutzt wird. So wächst der Forstbestand in Finnland und Schweden, aus dem das Unternehmen den Großteil seines Holzes bezieht, derzeit um jährlich 30-40 Prozent. Hinzu kommt das von Metsä Board entwickelte Lightweighting-Konzept, das für reduzierte Flächengewichte der Frischfaserkartonqualitäten sorgt, so dass bereits bei der Produktion dank geringerem Holzbedarf weniger Rohstoffe zum Einsatz kommen – ohne Einschränkung der Kartoneigenschaften. Die leichteren Kartonqualitäten haben zudem ein geringeres Transportgewicht, was die Transportemissionen reduziert sowie auch die Anwendung erleichtert.

Für sicheren und nachhaltigen Genuss auch unterwegs

Getränke unterwegs konsumieren und trotzdem an die Umwelt denken? Die nachhaltigen Frischfaserkartonqualitäten von Metsä Board sind sicher für den direkten Lebensmittelkontakt und eignen sich ideal für Trinkbecher sowie für Teller oder Imbissschalen. Metsä Board stellt wasser- und feuchtigkeitsbeständige Kartonqualitäten für den globalen Lebensmittelmarkt bereit – und produziert sie seit April 2017 sogar selbst, auf einer neuen, unternehmenseigenen Extrusionsbeschichtungslinie im Werk in Husum, Schweden. Die PE-Beschichtung ermöglicht die Anwendung der Frischfaserkartonqualitäten für alle Arten von To-Go-Verpackungen: für heiße, kalte und geeiste Getränke sowie für Eiscreme, Pommes frites oder Burger. Metsä Board setzt seine Entwicklungsarbeit hinsichtlich weiterer innovativer Barrierelösungen – etwa durch die Verwendung biobasierter Materialien – fort.

Trinkbecher-Innovation für 100 Prozent Nachhaltigkeit

Eine Innovation des Unternehmens ist das neue To-Go-Becher-Konzept „Lidloc“. Ein integrierter Verschluss und eine Trinkvorrichtung aus Karton machen den üblichen Kunststoffdeckel überflüssig und schaffen so neue Möglichkeiten der Produktion, der Nutzung und des Recyclings. Bernd Gohlke fasst die Vorteile der neuartigen Konstruktion wie folgt zusammen: „Wir haben den Becher so konzipiert, dass er aus einem Stück besteht und keinen separaten Kunststoffdeckel benötigt. Er lässt sich mühelos in die richtige Form falten und besitzt einen sicheren Verschlussmechanismus. Der integrierte Deckel ist auslaufsicher und eröffnet neue Branding-Möglichkeiten, da er in einem Stück mit dem übrigen Teil des Bechers bedruckt werden kann. Der Deckel ist mit einem integrierten Mechanismus zum „Nippen“ heißer Getränke ausgestattet, der auch ideal zum Trinken von Kaltgetränken mit einem Strohhalm geeignet ist.” Somit vereint Lidloc Funktionalität und Umweltverträglichkeit optimal in einer To-Go-Verpackungslösung.

Elevated Drink Box hebt sich von Alternativen ab
Eine weitere Innovation von Metsä Board ist die Elevated Drink Box (EDB), eine neue Getränkebox, die durch einen integrierten, erhöhten Sockel überall Platz für den bequemen Genuss findet. Im Verkaufsregal nimmt die EDB keinen zusätzlichen Platz ein, da der Sockel erst für den Gebrauch zum Einsatz kommt. Wenn die Box leer ist, lässt sich der Kunststoffbeutel problemlos entnehmen und getrennt entsorgen. Metsä Board wurde beim iF Design Award für sein zukunftsweisendes Konzept ausgezeichnet und hat für das integrierte Sockelsystem ein Patent angemeldet.
Dank des integrierten, erhöhten Sockels benötigt die Elevated Drink Box (EDB) keine Tischkante für die Abfüllung des Inhalts. © Foto: Metsä Board
Dank des integrierten, erhöhten Sockels benötigt die Elevated Drink Box (EDB) keine Tischkante für die Abfüllung des Inhalts.
Den Aritkel in seiner vollen Längen finden Sie in packREPORT Nr. 9 September/2017

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