Initiative Save Food knackt die 1.000-Mitglieder
Lidl als erstes deutsches Handels-Unternehmen an Bord

Dienstag, 06. Februar 2018 Die 2011 ins Leben gerufene Initiative Save Food hat die Marke von 1.000 Mitgliedern überschritten. Zu den aktuell 1.067 registrierten Unterstützern gehören Konzerne, Unternehmen und Branchenverbände sowie Forschungseinrichtungen und NGOs aus der gesamten Breite der Nahrungsmittelwertschöpfungskette. Mit Lidl Deutschland als neuestem Mitglied ist nun auch der Handel als wichtiges Glied dieser Kette vertreten.

© Foto: Messe Düsseldorf
„Ich freue mich sehr, dass mit Lidl Deutschland ein bekanntes Handelsunternehmen Save Food unterstützt. Durch seine Verbrauchernähe kann gerade der Lebensmitteleinzelhandel die Reduktion von Lebensmittelverschwendung im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen wesentlich nach vorne bringen“, kommentiert Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.

Jedes dritte produzierte Nahrungsmittel geht verloren

Schätzungen der FAO zufolge gehen ein Drittel aller produzierten Nahrungsmittel verloren oder werden verschwendet. Die Gründe für Nahrungsmittelverluste und -verschwendung sind je nach Region auf der Welt sehr unterschiedlich: In den wenig entwickelten Ländern verderben jeden Tag bis zu vierzig Prozent der Nahrungsmittel, bevor sie den Konsumenten überhaupt erreichen. Dagegen findet in den westlichen Industrienationen wie Deutschland vorwiegend Lebensmittelverschwendung am Ende der Lebensmittelwertschöpfungskette – vor allem bei den Konsumenten – statt.

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Das Ziel der Initiative Save Food als gemeinsames Projekt der Welternährungsorganisation (FAO), dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Messe Düsseldorf ist die weltweite Reduktion von Lebensmittelverschwendung und -verlusten. Dazu setzt sie auf Maßnahmen unter Einbeziehung aller Beteiligten. Am Beginn steht die Erzeugung von Aufmerksamkeit für das Problem und die Bündelung der Expertise von öffentlichen wie privaten Organisationen. Über die Schaffung der Voraussetzungen für eine Vernetzung der Mitglieder untereinander sollen wiederum grundlegende Strategien erwachsen, um letztendlich konkrete Engagement- und Investmentmöglichkeiten zu schaffen.

Die Initiative organisiert als Forum für Information und Vernetzung ihrer Mitglieder regelmäßige Events in Form des Save Food Kongresses, der seit 2011 zur interpack alle drei Jahre ausgerichtet wird, sowie die Save Food Meetings in den Zwischenjahren. Nach dem ersten Meeting bei Nestlé in Vevey/Schweiz fand 2016 das zweite Meeting in Madrid unter Beteiligung der spanischen Industrieverbände „Club Exporteure und Investoren“ und „AECOC/GS1“ in Madrid statt. Königin Letizia von Spanien zählte zu den Teilnehmern.

Forschung in Entwicklungs- und Schwellenländern

Um Wissen rund um Nahrungsmittelverluste zu generieren, finanziert die Initiative Studien in sich entwickelnden und Schwellenländern, die durch die FAO durchgeführt werden. Die Ergebnisse der letzten Feldstudie in Indien wurden auf dem Save Food Kongress 2017 vorgestellt. In dessen Rahmen hatten die Messe Düsseldorf und die FAO sich zudem durch die Unterzeichnung eines entsprechenden Memorandum of Understanding auf die weitere Zusammenarbeit in den kommenden Jahren geeinigt.





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