Für Tabletten mit Bruchkerbe
Depot - Blister

Montag, 12. Dezember 2016 Ein sicheres Depot für eine ½ Rest-Tablette kann geschaffen werden, indem sie in den Original – Blister zurückgelegt wird. Oft fragen sich Patienten mit einer Dosierung von ½ Tablette, wohin mit der restlichen Hälfte? Der Hersteller überlässt es dem Patienten, eine Möglichkeit zu finden, sicher und sachgerecht mit der Resthälfte umzugehen. Hier wird viel improvisiert, gute Lösungen gibt es nicht.

Mit kleinen Perforationen können Resttabletten durch 180°-Falzung in Blistern sicher verwahrt werden.
© Foto: Helmut Dürrwang
Mit kleinen Perforationen können Resttabletten durch 180°-Falzung in Blistern sicher verwahrt werden.
Hersteller von Tabletten mit Bruchkerbe sollten die Produktentwicklung soweit konsequent zu Ende führen, dass das Problem mit der ½ Resttablette gut gelöst wird. Dadurch würden  sie Ihren Patienten eine einfache und  sichere Möglichkeit der Handhabung anbieten.

Durch eine kleine Modifizierung (Stanzschnitte am  Rand des Blisters, oder im Blister, in verschiedenen Formen) des Blisters erhält der Patient, ohne Grössenänderung des Blisters und bei neuen Stanzen kostenneutral einen Zusatznutzen.

Da es sich dann um das originale Tablettenblister handelt, ist die Sicherheit der Medikation vorhanden, kann der Patient ordentlich und überschaubar seine Einnahme verwalten.

Auf der Deckfolienseite wird eine Perforation an beliebiger Stelle benötigt, so dass ein Teil des Blisters leicht um 180° gefalzt werden kann. Die umgeschlagene Seite liegt nun, Deckfolie an Deckfolie (glatte Seiten) übereinander und schützen den Inhalt, nach der Fixierung durch die Stanzung, vor dem herausfallen.

Depot – Blister besitzt ein Ausstattungsmerkmal, das dem Patienten die Möglichkeit zu sinnvollem Gebrauch bietet und dadurch auch einer eventuellen Verschwendung der Resttablette vorbeugt.

Der Patient kann, aber er muss nicht diese Convenience nutzen und was spricht dagegen, diese Hilfe automatisch bei Tabletten mit Bruchkerben einzusetzen?

Sie kann so, wie die Blindenschrift auf den Faltschachteln heute selbstverständlich ist, für alle Patienten eingesetzt werden.

von Helmut Dürrwang
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