3. Symposium für Lebensmittelsicherheit
Lebensmittel sicher verpackt

Mittwoch, 03. Mai 2017 Am 6. und 7. April 2017 fand in Graz das von der Gemeinnützigen Lebensmittelinitiative für Österreich (GLi) und dem Hygienicum-Institut organisierte 3. Symposium für Lebensmittelsicherheit statt. Das internationale Verpackungs- und Papierunternehmen Mondi unterstützte die Veranstaltung als Sponsor und Experte mit einem Workshop zum Thema „Konformitätsarbeit bei Lebensmittelverpackungen“.

v.l.n.r.: Mag. Dr. Michael Stelzl (wissenschaftlicher Leiter GLi GmbH), DI Dr. Martin Messner (Mondi Uncoated Fine & Kraft Paper GmbH), DI Dr. Johannes Bergmair (Vizepräsident der World Packaging Organisation) und August Staudinger (Geschäftsführer GLi GmbH)
© Foto: Mondi
v.l.n.r.: Mag. Dr. Michael Stelzl (wissenschaftlicher Leiter GLi GmbH), DI Dr. Martin Messner (Mondi Uncoated Fine & Kraft Paper GmbH), DI Dr. Johannes Bergmair (Vizepräsident der World Packaging Organisation) und August Staudinger (Geschäftsführer GLi GmbH)
Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der World Packaging Organisation, Dr. Johannes Bergmair, erläuterte der Leiter des Mondi Labors für Lebensmittelsicherheit, wie Kommunikationsprozesse und Datenaustausch zwischen allen Beteiligten der Lieferkette unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden können.

Wer Lebensmittel verpackt, ist verantwortlich dafür, dass die Verpackung gesundheitlich unbedenklich ist. Viele Lebensmittelhersteller fühlen sich bei der Konformitätsarbeit jedoch allein gelassen und nicht ausreichend von den Verpackungsproduzenten informiert. Am Beispiel einer Wellpappenverpackung gab Mondi interessante Einblicke in den Konformitätsprozess, von dessen Komplexität die Teilnehmer überrascht waren: Es bedarf beispielsweise einer detaillierten Beschreibung der eingesetzten Papiersorten, Farben, Klebstoffe und Beschichtungen in Abhängigkeit der Primärverpackung und der tatsächlichen Einsatzbedingungen.

Die Workshop-Teilnehmer – darunter Lebensmittelhersteller und Händler – waren beeindruckt von den detaillierten Fachkenntnissen und den umfassenden Serviceleistungen, die Mondi durch das unternehmenseigene Labor für Lebensmittelsicherheit (FSL) im österreichischen Frantschach bietet. Das FSL arbeitet auf höchstem Industriestandard und unterstützt Papierwerke von Mondi bei Hygiene- und GMP-Aktivitäten, bei der Konformitätsarbeit für Lebensmittelverpackungen (VO (EG) 1935/2004) und bei anderen rechtlichen Anforderungen wie der REACH-Verordnung oder der Europäischen Verpackungsrichtlinie. Die Grundidee des Labors ist eine zentrale, systematische Kommunikation in beide Richtungen, um die Konformität einer Verpackungslösung zu sichern und über mögliche Grenzen der Anwendung zu informieren – von angelieferten Komponenten bis zum finalen Produkt. Ein am Workshop teilnehmender IFS-Auditor lobte das Mondi-Labor für seine transparente und offene Konformitätskultur.

Dr. Martin Messner, Leiter des Mondi Labors für Lebensmittelsicherheit, gibt ein Praxis-Beispiel: „Für einen Lebensmittelproduzenten, der seitens seines in die USA expandierenden Händlers unter Zeitdruck stand, konnten das Wellpappenwerk Mondi Grünburg und das FSL die notwendigen Zertifizierungen der verwendeten Primär- und Sekundärverpackungsmaterialien für den US-amerikanischen Markt in nur drei Wochen abschließen. Dieser Service ist in der Verpackungsindustrie einzigartig und wird von Lebensmittelherstellern als großer Mehrwert geschätzt, insbesondere angesichts der stetig steigenden Anforderungen an Materialien mit Lebensmittelkontakt.“

Eine rasche Zertifizierung und hohe Transparenz kann Mondi auch dank der vertikalen Integration der Verpackungswertschöpfungskette, vom Holz bis zur finalen Schachtel, garantieren. Zudem erleichtert die horizontale Integration zwischen dem Wellpappensegment als Erzeuger der Sekundärverpackung und Mondi Consumer Goods Packaging als Primärverpacker den Prozess, da das gesamte Fachwissen „in-house“ vorhanden ist.

Lebensmittelhersteller wünschen sich einen starken Partner für die Konformitätszertifizierung. Und auch ein Bedarf an Kommunikationsstandards war während des Symposiums deutlich erkennbar. August Staudinger, Geschäftsführer von GLi und Organisator der Veranstaltung dazu: „Die praxisnahen Einblicke, die Dr. Martin Messner vom Mondi Labor für Lebensmittelsicherheit zu unserem Workshop beigetragen hat, waren für die Teilnehmer sehr wertvoll. Ihre Erwartungen, mehr Klarheit über die verschiedenen Aspekte zu erhalten, die es im Kommunikationsprozess und Datenaustausch der Konformitätserklärungen zu verbessern gilt, wurden bei Weitem übertroffen.“


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